23.05.2017, 20:00 Uhr

2.000 Obstsorten im Garten

Kaum zu glauben: Im Obst-Schaugarten der Familie Strasser in Ohlsdorf gedeihen 2.000 verschiedene Obstsorten. Der Schaugarten wird im September eröffnet.

OHLSDORF. Eine solche Sortenvielfalt wie im Schaugarten von Gabi und Klaus Strasser gibt es sonst nirgendwo in Österreich: In jahrelanger Arbeit haben die beiden Obstliebhaber alte und neue Obstsorten zusammengetragen und dann den riesigen Obstbestand ausgesetzt – in erster Linie Äpfel, Birnen, Zwetschken, Walnuss, Beeren und Wildobst. Der öffentliche Schaugarten auf 15.000 Quadratmetern wird zwar erst am 9. und 10. September 2017 eröffnet, ist aber schon jetzt zu besichtigen. Im Endausbau wollen die beiden Europas größten Sortengarten schaffen.
 
Was bewegte die beiden zu einem solchen Vorhaben? „Wir wollen dem Thema Obst wieder mehr Stellenwert in der Öffentlichkeit geben“, sagt Gabi Strasser. Denn die paar Gattungen in den Supermärkten sind nur ein winzig kleiner Bruchteil der in Österreich existenten Sorten. Und Ehemann Klaus ergänzt: „Wir wollen Bewusstseinsbildung über die tolle Vielfalt betreiben - mit einem angreifbaren, erfahrbaren und erkostbaren Sortengarten.“
 

Obst mit allen Sinnen wahrnehmen

Den Strassers geht es mit ihrem Projekt, in das sie jede freie Minute stecken, auch um den Erhalt der Sortenvielfalt und Biodiversität. Jeder Baum im Garten ist beschriftet und wird auch noch einen QR-Code bekommen. Damit kann man sich dann aus einer Datenbank im Internet alle Informationen zur Sorte abrufen.
 
Der Schaugarten soll Anlaufstelle für Hobby-Gärtner und Obst-Freunde sein. „In den Baumschulen und Gartenfachmärkten kann man vor dem Kauf nur die Bäume sehen. Bei uns sieht man auch die Früchte und kann sie selbstverständlich kosten“, erläutert Klaus Strasser. Und Gabi ergänzt: „So kennt man schon vor dem Kauf den genauen Geschmack. Das alles ist natürlich kostenlos.“
 
Man darf sich schon freuen auf die Eröffnung: Die Besucher erwarten nämlich auch noch 200 verschiedene Rosensorten, 150 Nusssorten, über 250 Iris, 60 Kiwi-Sorten, 80 Ribisel-Arten – und dann noch eine Menge Wildobst. Und es wird ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Infos über Bienen, Wildstauden und biologische Düngung geboten.

Interessierte können sich für Besichtigungen, Beratungen und Vorträge bei Gabi und Klaus Strasser jederzeit per E-Mail (osogo@gmx.at) melden. Weitere Infos auf: www.osogo.at
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