24.10.2017, 20:00 Uhr

Elisabeth Feichtinger zieht in den Nationalrat

Die Kandidaten Arno Perfaller, Ines Schiller und Jens Baumgartner haben den Schritt nach Wien nicht geschafft. (Foto: ÖVP/Daniel Leitner/FPÖ)

Keiner der Bezirks-Kandidaten der Traunviertel-Wahlliste hat den Einzug ins Parlament geschafft – Feichtinger kommt über Bundesliste ins Parlament.

BEZIRK (km, pg). Die Traunviertel-Wahlliste-Kandidaten aus dem Salzkammergut sind mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen und Erwartungen in den Wahlkampf gegangen. Die ÖVP setzte auf intensiven Vorzugsstimmen-Wahlkampf (hier wird das System erklärt), auf den SPÖ und FPÖ verzichteten. Gemeinsam haben alle eines: Aus dem Traunviertel ist kein Salzkammergut-Politiker in den Nationalrat gewählt worden. Enttäuscht ist der St. Wolfganger ÖVP-Kandidat Arno Perfaller über das Ergebnis aber nicht: „In Wirklichkeit habe ich den Wahlkampf nur drei Monate intensiv betrieben und dafür ist das Ergebnis recht ansehnlich. Ich gratuliere aber meinem Parteikollegen Johann Singer zum Einzug in den Nationalrat." Singer, der Erstgereihte der ÖVP-Traunviertelliste aus Steyr-Land, hat den Einzug in den Nationalrat geschafft. „Ich sehe es als meine Aufgabe an, die Belange des gesamten Wahlkreises in Wien zu vertreten“, so Singer.


Schiller: "Gratuliere Vogl"

Auch für Ines Schiller, sie ist für die SPÖ auf der Traunviertelliste auf Platz zwei angetreten, ist der Traum vom Nationalrat geplatzt, aber: "Ich hatte es ja nie auf einen Vorzugsstimmenwahlkampf abgesehen. Markus Vogl hat bislang hervorragende Arbeit geleistet und sein Verbleib ist mehr als verdient." Sie habe nur gehofft, dass ein Stimmenzuwachs ein zweites Mandat für die SPÖ im Traunviertel bringen würde. Somit wäre auch sie Nationalrats-Abgeordnete geworden. Markus Vogl aus Steyr hat den Wiedereinzug in den Nationalrat geschafft: "Leider hat es für das zweite Mandat nicht gereicht, trotzdem fühle ich mich für das gesamte Traunviertel verpflichtet", so Vogl. "Für mich stehen die Themen Arbeit und Infrastruktur im Vordergrund, auch der öffentliche Verkehr ist wichtig." Er werde sich aber des Themas Kinderbetreuung, welches von Ines Schiller fokussiert wird, annehmen.

Deimek kennt Bezirk

Jens Baumgartner, der für die FPÖ ins Rennen ging, sieht den Wahlausgang realistisch: "Mir war von Anfang an klar, dass ich den Einzug in den Nationalrat nicht schaffen werde. Ich freue mich, dass ich fast 1.000 Vorzugsstimmen erreicht habe – und das ganz ohne Vorzugsstimmenwahlkampf." Für die FPÖ zieht Jörg Deimek aus Steyr-Land in den Nationalrat. Als Kenner des Salzkammergutes wird er auch den Bezirk Gmunden würdig in Wien vertreten. "Ich kenne das Innere Salzkammergut sehr gut, da ich eine Wohnung in Bad Ischl geerbt habe und oft dort bin. Ich fühle mich der Region sehr verbunden. Die Strukturen in Steyr und dem Salzkammergut sind sehr ähnlich. Im Norden der Bezirke dominiert Industrie, im Süden der Tourismus."

Feichtinger schafft Einzug über SP-Bundesliste

Altmünsters Bürgermeisterin Elisabeth Feichtinger war auf Platz zehn der SPÖ-Bundesliste gereiht. Am Montag wurde in den höchsten SPÖ-Gremien entschieden, dass Feichtinger auch für die SPÖ in den Nationalrat einziehen wird. Für Feichtinger haben die Themen Frauen und Soziales, Landwirtschaft, Gesundheit und Bildung oberste Priorität.
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