10.04.2017, 15:35 Uhr

Jugend kocht gemeinsam mit dementen Menschen

(Foto: NMS Gmunden Stadt)
GMUNDEN. Die Menschen werden dank der neuen Medizin immer älter und es ist wichtig, mit älteren Mitmenschen gut umgehen zu können. Demente Menschen sollen integriert werden – nicht weggesperrt.
Hier hakt das Projekt "Jung trifft alt" in Gmunden ein.
Die Neue Mittelschule Stadt und das Haus St. Josef haben im November eine beispielhafte Zusammenarbeit gestartet. Im Projekt "Jung trifft alt" kommen die Schüler in den nächsten Jahren jede Woche zwei Stunden mit demenzkranken Menschen aus dem benachbarten Altenwohnheim zusammen. Anfangs haben sie gemeinsam gemalt und dazu auch schon Kinder aus Volksschule Stadt animiert.

Im März ist gemeinsames Kochen dazugekommen. Den Mittelschülern wird schon im Vorfeld einiges abverlangt: Rezeptaufgaben mit Fachbegriffen studieren, kalkulieren, Einkaufslisten erstellen. Die ersten Kochstunden waren kulinarisch und menschlich große Erfolge, einmal war Gugelhupf-Backen angesagt, ein anderes Mal wurde Waldorf-Salat zubereitet.

Doch kochen und malen sind in "Jung trifft alt" nur Mittel zum Zweck. Im Kern geht es darum, zwischen Generationen, gesunden und zerstreuten Menschen Empathie, Verständnis, Wärme und Verbundenheit zu schaffen.

Das von Gesundheitsreferent Erich Auer initiierte Projekt findet bereits auf Landesebene viel Beachtung. Es ist in der Reihe Gesunde Gemeinde zur Teilnahme am "Qualitätszertifikat plus" zugelassen worden und spielt damit quasi in der Oberliga, denn dort finden sich nur neun andere Gemeinden.
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