03.09.2014, 20:00 Uhr

Leserbrief: Akute Gefahr für historische Bausubstanz wegen Streckenführung der StadtRegio-Tram durch enge Theatergasse

FPÖ-Gmunden fordert Absicherung auf Kosten von Stern & Hafferl

Trotz des Widerstands der FPÖ-Gmunden und einer unabhängigen Bürgerinitiative ist das umstrittene Projekt StadtRegio-Tram / Durchbindung der Straßenbahn durch die Gmundner Altstadt anscheinend nicht aufzuhalten.

Am 02.09.2014 wird nun der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt vom neuen Seebahnhof bis zum Klosterplatz gefeiert. Der zweite Bauabschnitt vom Franz Josephs Platz bis zur Traunbrücke soll 2015 folgen.

Die zweigleisige Streckenführung der Bahn durch die enge Theatergasse wirft jedoch besondere Probleme auf:
Damit der Zugang zu den unter der Straße liegenden Leitungen jederzeit möglich ist, müssen diese alle außerhalb der Schienen neu verlegt werden. Die angrenzenden alten Häuser sind jedoch großteils gar nicht bzw. nicht ausreichend fundamentiert. Die Fassaden mussten teilweise in der Vergangenheit schon gestützt werden.
Deshalb bedeuten die Grabungsarbeiten für die Verlegung der Leitungen in diesem engen Streckenabschnitt eine akute Gefahr für die historisch wertvolle Bausubstanz.

Wir, die FPÖ-Gmunden fordern daher den Planer, Generalunternehmer und Betreiber der StadtRegio-Tram, die Firma Stern & Hafferl auf:
auf eigene Kosten für die entsprechende Beweissicherung durch einen gerichtlich beeideten Sachverständigen zu sorgen,
Maßnahmen zur Sicherung der Fundamente zu vorzunehmen und
im Falle, dass Schäden im Zuge der Bauarbeiten oder durch den Betrieb der Bahn auftreten, für die notwendige finanzielle Deckung der Schadensersatzansprüche der Hausbesitzer durch Versicherungen zu sorgen.

Da mit dem „Baulos II“ schon im September 2015 begonnen werden soll, sind diese Maßnahmen sofort und zügig in Angriff zu nehmen.

StR Beate Enzmann
Obfrau FPÖ-Gmunden
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