25.11.2016, 15:11 Uhr

Plattform "Reindlmühl für Menschen"

Förster Leopold Putz mit den Reindlmühler Asylwerbern bei einer Waldführung (Foto: Privat)
ALTMÜNSTER. Vor fast genau einem Jahr wurde die Plattform “Reindlmühl für Menschen” gegründet. In den vergangenen zwölf Monaten ist viel passiert. Nach Bekanntwerden der Ankunft einer Gruppe von Asylwerbern im ehemaligen „Gasthaus Mühle“ in Reindlmühl fanden sich viele freiwillige Helfer, die sich in unterschiedlichen Gruppen wie Transport, Beschäftigung, Deutschunterricht organisiert haben.
Von Beginn weg wurde fleißig Deutsch gelernt. Täglich fanden Kurse statt, die von den Asylwerbern mit voller Motivation besucht wurden. Dies machte sich bezahlt, indem viele die A1 & A2 Prüfungen mit gutem Erfolg bestanden. Aber nicht nur der Geist, sondern auch der Körper will beschäftigt werden. Bei Fußball und Volleyball konnten sich die Asylwerber körperlich verausgaben, etwas das der normale Alltag kaum bietet. Bei Beachvolleyballturnieren und beim Toscana-Lauf in Gmunden wurden durchaus beachtliche Erfolge erzielt.
Bei entsprechender Wetterlage wurde einmal im Monat ein Ausflug organisiert, um das Salzkammergut besser kennen zu lernen. Bei Schlechtwetter wurden Spielenachmittage veranstaltet. Man nutzte auch Gelegenheiten sich der Reindlmühler Bevölkerung vorzustellen. So wurden beim Maibaumaufstellen Kuchen verkauft und im Sommer ein „Grill mit“-Fest veranstaltet. Die Asylwerber nutzten jede Gelegenheit, dem Gastgeberort etwas zurückzugeben. So pflanzte man im Frühjahr rund um das Gasthaus Mühl im Rahmen des Projekts „Blühendes Reindlmühl“ Blumen, wobei alle anfallenden Kosten durch freiwillige Spenden gedeckt wurden. Auch an der Kirchenverschönerungsaktion zur 60-Jahr-Feier in Reindlmühl hat man sich mit Freude beteiligt.
Das im vergangenen Jahr Erlebte würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Es hat uns aber gezeigt, dass man mit Offenheit und Unvoreingenommenheit Beziehungen aufbauen kann, auch wenn die Kulturen der Beteiligten noch so unterschiedlich sind. Unser Dank gilt allen Unterstützern, die es uns Helfern aber vor allem den Asylwerbern ermöglicht haben, mit einer sehr schwierigen Situation menschlich umzugehen.
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