12.10.2014, 15:17 Uhr

Polizeihubschrauber rettete Bergsteigerinnen nach einer Nacht in der Wand

Polizeihubschrauber rettete am 12. 10. 2014 zwei Alpinistinnen nach einer Nacht in der Wand. (Foto: privat)

Zwei Alpinistinnen setzten am 11. Oktober um 18.00 Uhr einen Notruf ab. Die Rettungsaktion musste unterbrochen werden. Am 12. Oktober um 7.30 wurden die Bergsteigerinnen aus ihrer misslichen Lage befreit.

SALZKAMMERGUT. Eine 33-Jährige aus Vorarlberg und ihre gleichaltrige Kletterpartnerin aus Salzburg stiegen am 11. Oktober 2014 gegen 7.00 Uhr von der Unterhofalm bei Filzmoos in Richtung Steiglpass auf. Von dort gelangten sie gegen 10.00 Uhr zum Einstieg der Kletterroute "Däumling Ostkante". Gegen 17.00 Uhr erreichten sie den Gipfel des Däumling (2.322 Meter) und begannen kurz vor 18.00 Uhr mit dem Abseilen. Nachdem sich die beiden Alpinistinnen etwa 80-100 Meter unterhalb des Gipfels befanden, konnten sie keinen Abseilstand mehr finden. Auf Grund der hereinbrechenden Dämmerung und aufsteigendem Nebel entschlossen sie sich gegen 18.30 Uhr via Euro Notruf 112 einen Notruf abzusetzen. Von der Bezirksleitstellte Liezen wurde sofort der Polizeihubschrauber Libelle Salzburg verständigt. Aufgrund der Witterung und Dämmerung musste die Suche aber abgebrochen werden.

Nach Absprache mit den beiden Frauen und dem Bergrettungsdienst Gosau sowie Filzmoos wurde vereinbart, die Rettung in den frühen Morgenstunden des 12. Oktober 2014 durchzuführen. Beide verbrachten die Nacht mehr oder weniger schlaflos an einem Standplatz in der Wand. Mit den Frauen wurde regelmäßig Kontakt gehalten. Gegen 7.30 Uhr gelang es der Crew des Polizeihubschraubers Libelle Salzburg beide Frauen aus der Wand zu retten und sie ins Tal zu fliegen. Die Kletterinnen blieben unverletzt, erlitten jedoch eine leichte Unterkühlung. Im Einsatz befanden sich mehrere Mitglieder Alpiner Einsatzgruppen der Polizei und die Bergrettungsortsstellen Gosau und Filzmoos.
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