21.10.2016, 12:04 Uhr

Tennisbelag wurde zu rutschig

(Foto: TC Bad Ischl)

Nach 36 Jahren wurde die Bad Ischler Tennishalle im Jahr 2014 aufwändig generalsaniert.

BAD ISCHL (km). Das Projekt, stellte mit rund 450.000 Euro auch eines der größten in der Geschichte des TC Bad Ischl dar. Die Erwartungen waren groß: Unter anderem sollte der pflegeintensive Sandplatz einem unempfindlicheren Kunstrasenplatz weichen. Doch die Freude währte nur kurz, die Tennisclub-Mitglieder mussten wieder einen neuen Kustrasenplatz auf Eigenregie verlegen. Der Hallenbetrieb 2016/17 ist somit sichergestellt, gespielt werden kann wieder seit dem 17. Oktober. Was die Verantwortlichen nach nicht einmal zwei Jahren veranlasst hat, den Kunstrasen wieder auszutauschen, erklärt Obmann Roland Lechner: "Schon während der Wintermonate 2016 haben sich die Abonnenten zunehmend beschwert, dass der Belag in der Halle zu ruschig ist. Per Aushang informierte der TC Bad Ischl die Spieler der Tennishalle, dass man besonders achtsam sein soll wegen der Verletzungsgefahr." Als der Mangel in der Halle für die TC-Mitglieder offensichtlich erschien, wurde sofort Kontakt mit der damaligen Baufirma aufgenommen. "Eine Mangelbehebung erfolgte leider nicht. Weil sich der Zustand zunehmend verschlechterte, sperrte der OÖ. Tennisverband die Halle für Meisterschaftsspiele im Frühling und Sommer 2016. Das betraf nicht nur die über 100 Bad Ischler Meisterschaftsspieler, sondern auch alle Gästemannschaften, die bei Schlechtwetter wieder unverrichteter Dinge abreisen, oder in eine andere Halle ausweichen mussten", so Lechner.

Tausch wurde beschlossen

Nach Prüfung der Sachlage kam der Club im Sommer 2016 zu dem Schluss, dass aufgrund der gefährlichen Rutschigkeit kein Winterbetrieb 2016/20107 unter den damals herrschenden Platzverhältnissen möglich wäre. "So musste nach nur zwei Saisonen der Tausch des kompletten Kunstrasenbelages in Auftrag gegeben werden." Offen ist nun, warum der Belag nach nicht einmal zwei Jahren solche Mängel aufweist. "Dass es bei einem Kunstrasenbelag zu Abnutzungserscheinungen kommt, ist klar, aber seitens des Vereins ging man von mindestens zehn Jahren aus, in denen auf dem Belag einwandfrei gespielt werden kann. Die Schuldfrage, also, ob ein Versäumnis der ausführenden Firma oder des TCs für die Unbespielbarkeit der Halle verantwortlich ist, wird derzeit geklärt. Der TC Bad Ischl hält fest, dass die Platzpflege immer nach bestem Wissen und Gewissen erfolgt ist."

Untersuchungen laufen

Die Strabag, damalige ausführende Firma, hält dazu fest: "Die Strabag AG wurde mit der Verlegung eines Tenniskunstrasenbelages beauftragt. Strabag und eines ihrer Subunternehmen haben den von Auftraggeberin bestellten und im Vertrag vereinbarten Kunstrasenbelag ordnungsgemäß verlegt. Das Produkt selbst stammt von der Firma Limonta, einem der größten Hersteller von Kunstrasenbelägen. Ob es sich hier um einen Fall der Gewährleistung oder um einen Pflegefehler handelt, ist momentan noch Gegenstand von Untersuchungen."
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