30.09.2014, 16:30 Uhr

"Würstlkrieg" in Bad Ischl ist beendet

Der kultige Würstlstand an der Esplanade wird demnächst im Internet auf willhaben.at verkauft. (Foto: BRS/Jan Engel/fotolia)

Neuer Börni-Imbiss bis 2015 an der Esplanade. Kult-Würstlstand wird auf "willhaben.at" verscherbelt.

BAD ISCHL. Kein Pathos, keine Debatte, keine Gegenstimmen – der Krieg ist aus. Nach einiger Zeit der Ungewissheit dann doch ein schnelles Ende.

Am 25. September ratifizierte der Ischler Gemeinderat einen Pachtvertrag mit Bernhard "Börni Börger" Stepina über ein kleines Fleckerl an der Esplanade. Börni pachtet somit genau das Würstl Judy-Eck – aber ohne den in die Jahre gekommenen Würstlstand.

Der Abschluss des Pachtvertrags ist mitunter ein ironisches Endes eines Gastro-Geplänkels, das im Advent 2012 in Bad Ischl begann. Damals herrschte in der Ischler Würstl-Szene dicke Luft zwischen Franz "Würstl Judy" Höllwerth und Börni. Auslöser des Konflikts war der Verkauf von Bratwürstln am Schröpferplatz, der von Judy nicht goutiert wurde.

Im Jahr darauf kündigte Franz Höllwerth an, sich überhaupt aus dem Würstl-Business an der Esplande zurückzuziehen. Damals schien es fix, dass der Gastronom Gerhard Schirl den Kult-Würstlstand übernehmen würde. Bekochen wollte dieser aber nicht nur die Arbeiterschaft, sondern auch die Haute Volée. Deswegen sollten Kleine Scharfe, Weißwürste, Frankfurter und Debreziner auch auf Porzellantellern (!) serviert werden. Nach zähen Verhandlungen mit der Stadtgemeinde zerschlugen sich jedoch diese Pläne.

Stadt verkauft Würstlstand
Seitdem ist es recht still geworden um das Kleinod an der Esplanade. Der Pachtvertrag mit Franz Höllwerth lief aus, der Würstlstand wurde nicht mehr bewirtschaftet. Nun übernimmt Bernhard Stepina das Esplanaden-Revier. Diese Übernahme markiert nun quasi das Ende des vielzitierten "Würstlkriegs" in Bad Ischl.

Auf Anfrage der BezirksRundschau bestätigt Stepina, dass bis Frühjahr 2015 ein neuer Würstlstand an der Esplanade eröffnet wird. "Das wird ein moderner Imbissstand – dem Landschaftsbild entsprechend", so Stepina.

Übrigens: Die Stadtgemeinde Bad Ischl will den Würstlstand demnächst auf der Internet-Schnäppchenplattform willhaben.at verscherbeln. Der Preis steht noch nicht fest – Selbstabholung wäre aber erwünscht.
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