08.10.2017, 10:46 Uhr

Nurmis Enkel: 30 Jahre laufen, lachen und feiern

Die Nurmis Enkel-Lauffamilie feierte heuer den 30. Vereinslauf (Foto: Fink)

Mit knapp 50 Teilnehmern hielt der Nurmis Enkel Laufverein Bad Ischl seinen bereits 30. Vereinslauf ab

BAD ISCHL. Der Nurmis Enkel-Vereinslauf stand vergangenes Wochenende ganz im Zeichen seiner 30. Auflage. Traditionell wird dieses Laufevent immer am ersten Samstag des Oktobers ausgetragen und lockt Gründungsmitglieder und verdiente Vereinskollegen ebenso auf den knapp vier Kilometer langen Rundkurs, wie auch immer wieder neue Gesichter. Gestartet wurde – wie jedes Jahr – direkt vor der Eingangstüre des ehemaligen Gasthauses "Schwarze Katze", danach ging es die Ahornstraße entlang und vorbei an der Schottergrube über Filzmoosstraße und Hoisnweg zur Lindaustraße und hinauf ins Rabennest. Von da aus gilt es dann, möglichst schnell wieder zurück zum Zieleinlauf bei der Feuerwehr Ahorn zu gelangen. "Früher war das Ziel des Rundkurses ebenfalls wieder bei der Schwarzen Katze", so Obmann Thomas Aigner-Mühler, "doch seit sieben Jahren gewähren uns nun die Mannen der FF Ahorn Unterschlupf." Denn nicht nur das Ziel befindet sich direkt neben dem Depot auf der Lindaustraße, sondern auch die Räumlichkeiten für die anschließende Feier, Siegerehrung und Tombola. Auch die Bewirtung erfolgt durch die Floriani.

Bewegte Vereinsgeschichte im Rückblick

Gemeinsam mit den beiden Alt-Obmännern Franz Loidl und Herbert "Sudi" Aigner-Mühler ließ Obmann Thomas Aigner-Mühler die vergangenen 30 Jahre Revue passieren. Man sprach über die Gründung, das große Vorbild Paavo Nurmi, den Laufstammtisch in der Schwarzen Katz und auch mehrere sportliche Highlights. "Wir haben in der Anfangszeit an mehreren Marathons und Großveranstaltungen teilgenommen", so Loidl, "einmal sogar innerhalb weniger Monate am Marathon in New York und Russland." Speziell an das russische Abenteuer erinnern sich die Akteure noch genau: "Um die Teilnahme- und Durchreiseerlaubnis zu bekommen mussten wir den Russen versprechen, einige ihrer Athleten beim Wolfgangseelauf unterzubringen", erklärt Herbert Aigner-Mühler. Selbstredend wurde die Abmachung eingehalten und die russischen Teilnehmer mischten das Starterfeld – und die Siegespodeste – ordentlich auf.

Ehrung für 30 Teilnahmen

Auch von der Bad Ischler Stadtpolitik waren einige Vertreter gekommen, um sich das besondere Jubiläum nicht entgehen zu lassen. Allem voran Bürgermeister Hannes Heide, Stadtrat Thomas Loidl – er stellte sich auch dem Lauf als aktiver Teilnehmer – und Stadtrat Johannes Kogler. Bürgermeister Heide war auch bei der Dekadenhuldigung am Abend dabei und durfte an zwei Läufer das "Nuri-Verdienstzeichen" in Gold überreichen. Zur Erklärung: Für zehn Teilnahmen erhält man den Orden in Bronze, für zwanzig Teilnahmen gibt es die "Silberne". Zwei Mitglieder waren wirklich bei jedem Lauf dabei und erhielten somit den Nurmi-Orden in Gold. "Gratulation an Franz und Andreas Loidl", so Heide bei der Überreichung. Für den Bürgermeister sind die Nurmis Enkel kein unbeschriebenes Blatt. "Als ich beim Paavo Nurmi-Denkmal in Finnland war, sprach ich mit meinen Amtskollegen über die Nurmis Enkel in Bad Ischl. Anfangs waren sie etwas erstaunt und bekräftigten, dass Nurmi sicher keine Verwandten in Österreich habe. Erst etwas später konnte ich den Sachverhalt dann aufklären", lächelt Ischls Ortschef. Er gratulierten den Funktionären, Mitgliedern und Teilnehmern zu ihrem ganz besonderen Verein. "Bei euch geht es nicht nur um den Sport, wobei die Leistungen natürlich sehr beachtlich sind. Die Nurmis Enkel sind hier in Bad Ischl schon Kult und der Vereinslauf ist somit quasi auch schon eine Kulturveranstaltung." Als Dank für sein Kommen erhielt Heide ein Nurmis Enkel-T-Shirt von Obmann Aigner-Mühler überreicht.

Top-Zeiten beim Jubiläumslauf

Neben den Feierlichkeiten war natürlich der Vereinslauf selbst ein weiterer Höhepunkt des Tages. Knapp 50 Teilnehmer jeglichen Alters und körperlicher Konstitution stellten sich dem Rundkurs. Bei den Herren siegte Hellfried Wallner vor Johann Klackl und Vereins-Vizeobmann Florian Manns. Die Damenwertung entschied – einmal mehr – Laufass Christine Schuller vor Petra Bauer und Elisabeth Pechböck für sich. Max Haushotter sicherte sich die Nurmis-Urenkel-Wertung. In der eigenen FF Ahorn-Kategorie Siegte Stefan Schiendorfer vor David Stockinger und Wolfgang Fuchs. Sieger der Gästewertung wurden Marie Linnemayr und Jürgen Sams.
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