02.09.2014, 00:00 Uhr

Einkaufszentrums-Deal in Bad Ischl erneut geplatzt

Ein notwendiger "Facelift" für das Einkaufszentrum lässt weiter auf sich warten. (Foto: BRS/Gina Sanders/fotolia)
BAD ISCHL. In Bad Ischl ist man sich schon lange einig: Das Einkaufszentrum in der Götzstraße ist keine optische Schönheit. Bereits 2012 plante die Steyrer Braunsberger Holding dort zu investieren. Das bestehende Gebäude sollte umgebaut und saniert werden. Braunsberger sicherte sich das Vorverkaufsrecht, die Verhandlungen um den Verkaufspreis mit dem Eigentümer, der Linzer Imperial-Gruppe, liefen. Auch mit den Mietern und Interessenten wurden Gespräche geführt. Ein neues Einkaufszentrum an der Bad Ischler Nord-Einfahrt sollte noch vor der Landesgartenschau 2015 entstehen. Doch schlussendlich scheiterten die Verhandlungen Ende des letzten Jahres.

Neue Investoren – und wieder nichts
Im Frühjahr 2014 bekundeten dann schließlich neue Investoren ihr Interesse am Götzstraßen-Center. Rudolf Schmid, ehemaliger Immo-Experte von PricewaterhouseCoopers (PWC), und Alexander Mandl gründeten die EKZ Götzstraße-Immobilien GmbH. Diese GmbH sollte nach Kauf und Umbau als Betreibergesellschaft des Einkaufszentrums in Bad Ischl fungieren. Geplant war eine komplette Neugestaltung des Centers, wobei der Bestand bleiben sollte. Auch die Fassade sollte komplett erneuert und das EKZ innen auf den neuesten Stand gebracht werden. Außerdem wollten Schmid und Mandl mit einem neuen Branchenmix die Attraktivität des Einkaufszentrums erhöhen. Und auch sie wollten, wie schon vorher die Braunsberger-Holding, das Gebäude bis zur Landesgartenschau 2015 in neuem Glanz präsentieren.

Anfang Juni wurden Schmid und Mandl mit der Imperial AG dann auch handelseins. Ein Vorvertrag wurde unterschrieben. Doch nun machte das Duo Ende August von ihrem vertraglich garantierten Rückabwicklungsrecht Gebrauch. Laut den Investoren hätten sich die Investitionskosten auf 7,5 Millionen Euro belaufen – wobei für sie zwei wesentliche Aspekte offen blieben: Einerseits in welcher Größe der Spar-Markt nach dem Neubau in der Grazerstraße noch im EKZ-Götzstraße bleiben würde – andererseits ob ein solider Mieter für das Obergeschoss zu finden wäre.
Auf Anfrage der BezirksRundschau hieß es von Spar dazu: "Unsere Filiale in der Götzstraße bleibt – das haben wir immer gesagt. Wir sehen den Standort als Nah- und Zentrumsversorger", so Alexander Hörmann von Spar-Marketing.

Alles in allem: Wieder nichts mit einem "Facelift" für das marode Einkaufszentrum an der Stadteinfahrt. Man darf gespannt sein, wenn die nächsten Investoren ante portas stehen. Vor 2015 dürfte sich an der derzeitigen Situation allerdings nicht mehr viel ändern.
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