Kopflausbefall - so ist es "Aus für die lästige Laus"

Kinder sind aufgrund ihres häufigen Körperkontakts beim Spielen nicht vor Ansteckung mit Kopfläusen gefeit.
  • Kinder sind aufgrund ihres häufigen Körperkontakts beim Spielen nicht vor Ansteckung mit Kopfläusen gefeit.
  • Foto: Goodluz/panthermedia
  • hochgeladen von Tamara Zopf

BEZIRK (tazo). Sie sind lästig aber nicht gefährlich. Erwachsene Kopfläuse sind etwa 3mm lange, graue oder hellbraune Insekten mit abgeflachten Körper und sechs Beinen. Mit ihren Klauen an den Beinen können sie sich gut an den Haaren festhalten und flink krabbeln, jedoch nicht springen oder fliegen. Die Läuse ernähren sich vom Blut des Menschen – mittels ihres Saugrüssels stechen Sie mehrmals pro Tag an der befallenen Körperregion zu. "Erstes Anzeichen für einen Befall ist in erster Linie ungewöhnlich starker Juckreiz oder Krusten, meist am Hinterkopf. Eine Lupe sowie die systematische Untersuchung der Kopfbehaarung erleichtert das Auffinden der Läuse. Leitmerkmale sind die Eier der Läuse, die in Form von kleinen, ovalen Nissen in schrägem Winkel an die Haarschäfte geklebt werden", erklärt Florian Schindler, Apotheker in der Delphin Apotheke in Schärding. Die Übertragung erfolgt meist nur von Kopf zu Kopf durch direkten Kontakt mit einem befallenen Menschen. Eine Übertragung über Mützen oder Kopfkissen ist unwahrscheinlich, da die Läuse ohne Kontakt zum Menschen sehr schnell absterben.

Kinder besonders gefährdet
Besonders häufig werden die Läuse in Kindergärten und Schulen weitergegeben. Zur natürlichen Behandlung stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung. Zudem gibt es synthetische Insektizide, welche zumeist auf das Nervensystem der erwachsenen Laus wirken. "Am besten sollten man den Kopf vollständig absuchen, besonders den Haaransatz im Bereich des Nackens und hinter den Ohren. Außerdem ist es hilfreich, mit einem Nissenkamm die Haare durchzukämmen, da die Nissen stark mit dem Haar verklebt sind und sich nur durch Waschen nicht entfernen lassen", so Schindler. Kämme und Haarbürsten sollten gut gereinigt werden. Mützen, Kopfkissen und Stofftiere, die bald wieder verwendet werden sollen, können gewaschen oder für 24 Stunden ins Tiefkühlfach gelegt werden. "Nach gründlicher Behandlung darf das Kind gleich wieder in Kindergarten und Schule gehen. Es empfiehlt sich aber, in den folgenden Wochen den Kopf immer wieder mal zu kontrollieren."

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