Corona-Krise
Aktuell liegen in Schärding drei Patienten auf Intensivstation

Der Ärztliche Direktor des Klinikum Schärding, Thomas Meindl.
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  • Der Ärztliche Direktor des Klinikum Schärding, Thomas Meindl.
  • Foto: OÖG
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Die Corona Zahlen steigen auch im Bezirk Schärding. Doch wie dramatisch ist die Situation wirklich? Und wie schaut's mit den Intensivbetten am Klinikum Schärding aus?

SCHÄRDING (ebd). Die BezirksRundschau hat nachgefragt und darüber mit dem  Ärztlichen Direktor, Thomas Meindl, gesprochen, der auch Leiter des Instituts für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikum ist.

Herr Meindl, wie viele Corona-Patienten befinden sich aktuell im Klinikum Schärding?
Meindl:
Am Wochenende betreuten wir 16 Personen, welche einen positiven COVID-19-Befund hatten. Drei davon auf der Intensivstation (Stand Montag, 2. November, 15 Uhr, Anm. d. Red).

Wie viele Betten werden eigentlich für Corona-Patienten vorgehalten?
Wir haben in den letzten beiden Wochen einen vermehrten Anstieg an Covid-19 Patienten und uns dementsprechend darauf vorbereitet. In diesem Kontext haben wir das 4. Obergeschoss als COVID-19-Station vorgesehen. In diesem Bereich halten wir Kapazitäten für die jederzeitige Aufnahme von Patienten, die am Corona-Virus erkrankt sind, bereit. Wir schauen also, dass wir diese Patienten gesammelt und isoliert unterbringen, um sie bestmöglich betreuen zu können.

Es gibt auch Stufenpläne, oder?
Wir haben exakte Stufenpläne, um die isolierte Unterbringung von Covid19- Patienten im Haus zu gewährleisten. Wir können diese Pläne auch noch erweitern. Einerseits gilt es, die an COVID-19 erkrankten und spitalspflichtigen Patienten bestmöglich zu versorgen, gleichzeitig ist die medizinische Versorgung für Akuterkrankungen und alle anderen dringlichen Behandlungen zu gewährleisten.

"In diesem Zusammenhang ist zu betonen, falls jemand ein Spital braucht, sollte er auch eines aufsuchen. Dringende Operationen und Behandlungen werden jederzeit durchgeführt."

In diesem Zusammenhang ist zu betonen, falls jemand ein Spital braucht, sollte er auch eines aufsuchen. Dringende Operationen und Behandlungen werden jederzeit durchgeführt. Dies ist uns besonders wichtig zu betonen, weil wir nicht wollen, dass durch übertriebene Zurückhaltung möglicherweise Kollateralschäden entstehen.

Wie Sie sagen liegen aktuell drei Corona-Patienten auf der Intensivstation? Wie viele Betten werden überhaupt dafür vorgehalten?
Ja, derzeit liegen drei Patienten auf der Intensivstation. Wir haben auch die Kapazitäten unserer Intensivstation angepasst, um eine entsprechende Zahl an intensivpflichtigen Patienten adäquat versorgen zu können. Unser Institut für Anästhesiologie und Intensivmedizin verfügt über sechs Betten, die kurzfristig auf sieben erweiterbar sind. Im Extremfall könnten wir auch diese Zahl noch erhöhen, wobei sich aber nicht so sehr die Frage nach der technischen Machbarkeit stellt, sondern schlicht und ergreifend nach der verfügbaren Personalressource. Das heißt, jedes Bett und jedes Gerät muss auch von jemandem bedient werden.

"Im Fall einer extremen Zunahme von Intensivpatienten können wir – wie jedes andere Spital auch – in einen heiklen Bereich kommen."

Realistischer Weise sind uns dort personell Grenzen gesetzt und es bedarf natürlich auch ausgebildetes Personals, welches die medizinische und pflegerische Betreuung durchführt. Im Normal- und Routinebetrieb sind wir hier freilich sehr gut aufgestellt. Im Fall einer extremen Zunahme von Intensivpatienten können wir – wie jedes andere Spital auch – in einen heiklen Bereich kommen. Auch das trägerübergreifende Intensivbettenmanagement mit allen Spitalsträger in Oberösterreich wurde wieder in Kraft gesetzt.

Wie schätzen Sie allgemein die aktuelle Lage ein?
Momentan kann man jedenfalls behaupten, dass die Lage für unser Haus noch beherrschbar ist. Eine große Herausforderung könnte entstehen, wenn die Zahl der intensivpflichtigen Patienten extrem überhandnimmt. Das ist aber ohnehin die generelle Problematik einer möglichen Überforderung des Gesundheitssystems, welche ja Grundlage für die verschiedenen Maßnahmen des Lockdowns sind.

"Momentan kann man jedenfalls behaupten, dass die Lage für unser Haus noch beherrschbar ist." 

Zudem sollten die hygienischen Vorgaben vom Abstand halten, Hände waschen bis zum Maske tragen, unbedingt eingehalten werden. Unser Krisenstab in Form der Krankenhaus-Einsatzleitung tauscht sich regelmäßig aus und beschließt in Abstimmung mit der Taskforce der oberösterreichischen Krankenhäuser die aktuellen Maßnahmen. Wir befinden uns also auch ständig in Abstimmung mit allen anderen Spitälern in Oberösterreich, um ein akkordiertes Vorgehen zu gewährleisten. Dadurch und natürlich auch durch unsere hausinternen Planungen und Vorkehrungen sind wir gut auf die Versorgung von Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind, vorbereitet.
Fotos: OÖG

Wie die aktuelle Situation im Bezirk Schärding allgemein aussieht, liest du hier

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