"Bürde der Schatten": Liebe, Tod und Mystik

Susanne Klaffenböck-Pointecker mit ihrem Erstlingswerk: "Die Bürde der Schatten".
  • Susanne Klaffenböck-Pointecker mit ihrem Erstlingswerk: "Die Bürde der Schatten".
  • hochgeladen von Michelle Bichler

SCHÄRDING. Am 25. Oktober, 19.30 Uhr, liest die Schärdingerin Susanne Klaffenböck-Pointecker in der Stadtbücherei Schärding aus "Bürde der Schatten". Vorab spricht sie über ihr Werk und ihre Beziehung zur Hauptfigur Franziska.

BezirksRundschau: "Bürde der Schatten" handelt vom Leben einer jungen Frau in der Zeit vor und während des 2. Weltkriegs. Themen sind Liebe, Tod - Mystik inbegriffen. Wie kamen Sie auf das Thema?
Susanne Klaffenböck-Pointecker: Die junge Frau, die den Mittelpunkt meines Romans bildet, ist meine Großmutter. Das Buch ist an ihr Leben angelehnt, es hat mich inspiriert. Anteile davon sind aber pure Dichtung. So war meine Großmutter etwa nicht fähig, die Toten zu sehen oder zu hören. Das Thema der Übersinnlichkeit hat mich fasziniert, daher die Idee, es einzubauen.

BezirksRundschau: Die Geschichte spielt unter anderem in Schärding, Ihrem Heimatort. Bewusst gewählt?
Meine Großmutter war gebürtige Neuhauserin, in der ersten Fassung des Buches habe ich es auch dabei belassen. Doch irgendwann war das für mich nicht mehr authentisch genug. Ich bin durch und durch Schärdingerin und wollte meinen ersten Roman auf meinem Terrain spielen lassen, also habe ich das Ganze umgeschrieben.

Wie viel tatsächlich Geschehenes fließt in die Handlung mit ein?
Da gibt es einige Punkte: die Zwangsehe von Franziska war Realität, ebenso wie der französische Kriegsgefangene, in den sie sich verliebt hat. Zum Glück fand ich eine Zeitzeugin, eine Freundin meiner Großmutter, die sich bereit erklärt hat, mir Details vom damaligen Leben, von meiner Großmutter, ihrem Umfeld und auch vom Krieg zu berichten. Diese Geschichten haben meinen Roman stark belebt.

War das Schreiben für Sie dann auch eine Art Aufarbeitung der Vergangenheit?
Auf jeden Fall. Nicht nur für mich, sondern vielleicht auch ein wenig für meine Mutter. Sie war es schließlich, die sich auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater machte, einem französischen Zwangsarbeiter, der nach dem Krieg zurück in seine Heimat kehren musste. Damals erfuhr ich erstmals von dieser Begebenheit, die bis dahin leider totgeschwiegen wurde. Schon während der Suche nach dem Verschollenen keimte rasch die Idee, eine Geschichte darüber zu schreiben.

Hat Ihr Roman eine bestimmte Botschaft?
Meine Protagonistin Franziska hatte ihre Hochs und Tiefs, aber sie hat stets versucht ihr Leben positiv zu sehen und auf ihr Glück zu hoffen - und sie wurde nur selten enttäuscht.

Welche Leser wollen Sie mit Ihrem Werk ansprechen?
Ich sehe Die Bürde der Schatten als einen Roman für Frauen jeden Alters, die gerne von Liebe, Leidenschaft, Freundschaft und Mystik geprägte Bücher lesen. Meine Angst war, dass ich mit dem Thema 2. Weltkrieg die Leser abschrecke. Dem war aber nicht so.

Rezensionen zu "Bürde der Schatten" sind durchwegs positiv. Bestätigt Sie das?
Ja, das ist ein tolles Gefühl. Mit so viel positiver Resonanz hatte ich nicht gerechnet.

Sie sind ja bereits beim Verfassen eines neuen Romans. Können Sie dazu schon etwas verraten?
Es wird auf jeden Fall kein Liebesroman und keine Geschichte mit wahrem Hintergrund. Ich freue mich auf meinen ersten, rein fiktiven Roman, der unabhängig von vergangenen Geschehnissen entsteht.

Autor:

Michelle Bichler aus Schärding

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