Mund-Nasen-Schutz
Bunten Masken helfen, andere zu schützen

Erni Schmiedleitner, Bezirksobfrau der Goldhauben, näht wie viele andere Goldhauben Hals-Nasen-Schutz aus Baumwolle. Ansprechpartner sind jeweils die Goldhaubenobfrauen im eigenen Ort.
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  • Erni Schmiedleitner, Bezirksobfrau der Goldhauben, näht wie viele andere Goldhauben Hals-Nasen-Schutz aus Baumwolle. Ansprechpartner sind jeweils die Goldhaubenobfrauen im eigenen Ort.
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Mund-Nasen-Schutz soll nun  während der Corona-Pandemie beim Einkauf und in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Selbst genähte Masken sind gefragt wie nie

BEZIRK SCHÄRDING (juk). Viele Goldhaubenfrauen sitzen schon fleißig an den Nähmaschinen und fertigen Masken für Privatleute, das Rote Kreuz und die Lebenshilfe. Damit werden auch noch Spenden für einen Corona-Hilfsfonds gesammelt. Ansprechpartnerin ist jeweils im eigenen Ort die Ortsobfrau der Goldhaubengruppe. "Die Größe des Mundschutzes soll so sein, dass der obere Rand auf jeden Fall bis zur Mitte der Nase und der untere Rand unbedingt über das Kinn reicht", so Goldhauben-Bezirksobfrau Erni Schmiedleitner. Will man sich eine Maske selber nähen, werden feste Stoffe aus Naturfasern empfohlen, die mindestens zweilagig vernäht und eventuell noch mit Vlies verstärkt werden (Anleitung weiter unten). Wichtig: Diese Masken bieten keinen Infektionsschutz, sondern sind eine Vorsichtsmaßnahme – hauptsächlich, um andere vor mikroskopisch kleinen Tröpfchen zu schützen, die jeder unbewusst beim Sprechen oder Husten absondert. "Nach jeder Verwendung muss die Maske mit 60 Grad gewaschen werden", so Schmiedleitner. 

Hemdenmacher Manufaktur Valentin macht jetzt Masken

Die Hemdenmacher-Manufaktur Valentin näht seit vergangener Woche auch Mund-Nasen-Schutz aus Schnittresten von Hemdenstoffen. In Kleinstmengen von bis zu 20 Stück pro Person können solche Masken nun bei der Schärdinger Schneiderei bestellt werden. Kosten: 12 Euro. "Viele Kunden lassen sich ihr Monogramm einnähen, bei manchen ist die Maske ein Ostergeschenk. Die meisten Menschen versuchen, das Beste aus der schwierigen Situation zu machen. Ich freue mich, wenn die Leute das neue Masken-Gebot mit Humor und Stil nehmen", so Juniorchefin Astrid Pochendorfer, die derzeit das Ruder in der Hand hat, da ihre Mutter zur Risikogruppe gehört.
Bestellungen aus dem ganzen Land sind in der letzten Woche hier eingegangen. Genauso wie Anfragen von regionalen Firmen, die mehr als 10.000 Stück bestellen wollten. Noch hat Pochendorfer solche Großaufträge abgelehnt, da nicht klar ist, wie das logistisch zu bewältigen wäre. "Aber noch vor drei Wochen haben wir uns nicht vorstellen können, dass wir überhaupt Masken nähen, von daher – sag niemals nie."

FFP3-Masken-Spende von Schwarzmüller

Schwarzmüller hat vergangene Woche mehr als 500 FFP3-Masken – dabei handelt es sich um tatsächliche Schutzmasken des höchsten Wirkungsgrades – aus eigenem Bestand gespendet. Der Fahrzeugbauer verwendet solche Masken zum Schutz seiner Mitarbeiter an den Lackierstraßen. Die Masken wurden an Arztpraxen im Bezirk Schärding ebenso wie an das Klinikum Schärding und den Sozialverband übergeben. Das Rote Kreuz konnte dadurch mehr Rettungswägen in den Dienst stellen.

Anleitung zum selber Nähen

  • Materialien: Baumwollstoff; Stoffgröße: von 13x13 (S für Kinder) bis 22x22 cm (XXL), Schrägband 2 Stück á ein Meter oder Gummiband (circa 2 x 18 cm)
  • Die Größe des Mundschutzes soll so sein, dass der obere Rand auf jeden Fall bis zur Mitte der Nase und der untere Rand unbedingt über das Kinn reicht. 
  • Nähanleitung: Den Stoff oben und unten mit einem Schrägband einfassen oder nur einsäumen. Seitlich den Baumwollstoff in drei Falten legen (Beispiel: Bei Stoffgröße 20x20 beträgt die fertige Höhe 9 cm) und mit dem ein Meter langen Schrägband einfassen. Man kann die seitliche Kante auch nur einfassen und ein Gummiband annähen.
  • Weiters kann man am oberen Rand zwei Knopflöcher nähen und beim Tragen ein „Metallband“ einschieben, z.B. von einem „Schnellhefter“
  • vor erstem Tragen mit 60 Grad waschen

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