Sechsjähriger wählte Notruf
Der kleine Paul rettete seiner Mama das Leben

Mama Ursula, der kleine Paul und ROKO-Mitarbeiterin Helga Berger. Weil Berger mit der ROKO-Puppe im Kindergarten erklärte, was im Notfall zu tun ist, setzte der sechsjährige Paul selbständig den Notruf ab, als seine Mama eine Gallenkolik hatte.
  • Mama Ursula, der kleine Paul und ROKO-Mitarbeiterin Helga Berger. Weil Berger mit der ROKO-Puppe im Kindergarten erklärte, was im Notfall zu tun ist, setzte der sechsjährige Paul selbständig den Notruf ab, als seine Mama eine Gallenkolik hatte.
  • Foto: OÖRK/Sebastian Berger
  • hochgeladen von Judith Kunde

Der sechsjährige Paul aus dem Bezirk Schärding rettete seiner Mutter vermutlich das Leben, als diese eine Gallenkollik hatte – weil er im Kindergarten gelernt hatte, wie Rettungskette funktioniert. 

BEZIRK SCHÄRDING (juk). Der sechsjährige Paul und seine Mutter Ursula waren alleine zu Hause. Gemeinsam wollten sie einen gemütlichen Vormittag verbringen. „Als wir gemeinsam auf der Couch saßen, begann mein Bauch fürchterlich zu schmerzen“, erzählt Ursula F. Zuerst hätte sie sich noch nichts dabei gedacht, doch die Schmerzen wurden immer schlimmer bis sie sich vor Schmerzen krümmte und kaum mehr ansprechbar war. Ursula F. hatte eine Gallenkolik. Sohn Paul erkannte zum Glück den Ernst der Lage und erinnerte sich an den Besuch von ROKO in seinem Kindergarten Freinberg. ROKO ist ein Plüschtier mit Rotem Kreuz am Bauch und rotem Umhang am Rücken. Er kann fliegen und besucht mit Koffer und Handy die Schulanfänger im Kindergarten. ROKO bringt schon den Kleinsten bei, was im Notfall zu tun ist. 

Wählte mit Handy der Mutter den Notruf

Der Reim „Wähle 1-4-4 und wir helfen dir“ fiel dem kleinen Paul in dieser Situation sofort wieder ein. Der Bub schnappte das Telefon seiner Mutter und wählte den Notruf. „Paul machte alles richtig: Er erklärte, dass es mir schlecht ging und gab die Adresse bekannt“, erinnert sich Mutter Ursula. Wenige Momente später waren die alarmierten Rettungskräfte vor Ort und brachten die Patientin mit Gallenkolik ins Krankenhaus. Nach einer Not-Operation konnte Ursula F. das Spital nach wenigen Tagen wieder verlassen. „Ich bin so stolz auf ihn. Paul hat mir wahrscheinlich das Leben gerettet!“, freut sich die Mutter, die sich wenige Tage später bei Rotkreuz-Mitarbeiterin Helga Berger bedankte. „Dank ROKO ist Paul zu einem wahren Helden und Lebensretter geworden“, bedankt sich Ursula F. bei der freiwilligen ROKO-Kann`s Mitarbeiterin, die Sohn Paul im Kindergarten besuchte.

ROKO tourt durch die Kindergärten im Land

Seit sechs Jahren besucht ROKO die Kinder in den Kindergärten. Die plüschige Handpuppe lehrt jungen Menschen, in Ausnahmesituationen selbstbewusst zu reagieren. Landesweit sind rund 80 ROKO-Kann`s-Mitarbeiter an den Kindergärten unterwegs und bringen Schulanfängern mit Hilfe des kleinen „Superhelfers“ Grundlagen in Erster Hilfe und den Rotkreuz-Gedanken näher. Rund 8.000 Kinder hatten im Vorjahr mit der Handpuppe ROKO Kontakt. Highlight bei den Besuchen von ROKO ist die Besichtigung eines Rettungsautos. Um Kindern einen noch besseren Einblick in die Welt des Roten Kreuzes zu bieten, reist ROKO neuerdings auch mit dem ROKO-Mobil an – einem ehemaligen Einsatzfahrzeug, das kindgerecht gestaltet wurde.

Rasch und richtig Erste Hilfe zu leisten, kann im Notfall ein Leben retten. Aus diesem Grund veranstaltet das OÖ. Rote Kreuz ab 30. September wieder flächendeckende Erste-Hilfe-Kurse an allen Dienststellen Infos unter unter www.erstehilfe.at.

Autor:

Judith Kunde aus Schärding

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