Tödlicher Verkehrsunfall
"Hatten dagegen keine rechtliche Handhabe"

Am vergangenen Sonntag ereignete sich in Taufkirchen ein tödlicher Verkehrsunfall. Eine Woche vor dem Unfall hat ein Mann aus dem Bezirk Schärding auf den Unfalllenker aufmerksam gemacht.
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  • Am vergangenen Sonntag ereignete sich in Taufkirchen ein tödlicher Verkehrsunfall. Eine Woche vor dem Unfall hat ein Mann aus dem Bezirk Schärding auf den Unfalllenker aufmerksam gemacht.
  • Foto: BFKDO Schärding
  • hochgeladen von David Ebner

Tödlicher Verkehrsunfall in Taufkirchen sorgt für Entsetzen. Vor dem Unfalllenker wurde bereits "gewarnt".

TAUFKIRCHEN/PRAM. Der tödliche Verkehrsunfall ereignete sich am Sonntag, 7. Juli, in den frühen Morgenstunden. Ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Schärding kam von Teufenbach kommend mit seinem Pkw aus unbekannter Ursache von der Straße ab – ohne Beteiligung eines zweiten Fahrzeugs. Der Wagen krachte gegen einen Baum, in weiterer Folge in ein Buswartehäuschen, von wo der Wagen zurück auf die Straße geschleudert wurde und auf dem Dach zum Liegen kam. Im Pkw saßen vier Personen. Während sich drei davon verletzt selbst aus dem Wagen befreien konnten und in die Spitäler Schärding und Ried gebracht wurden, musste die vierte, eingeklemmte Person von den Einsatzkräften von der Rückbank geborgen werden. Dabei kam für den 21-Jährigen allerdings jede Hilfe zu spät, er verstarb noch an der Unfallstelle. Wie die Polizei bekannt gab, war weder der Pkw zum Verkehr zugelassen, noch besaß der Lenker – der zudem mit 1,42 Promille alkoholisiert war – einen Führerschein.

Bei der Polizei gemeldet

"Dass dabei ein Unschuldiger stirbt, hätte nicht passieren dürfen", glaubt ein Mann aus dem Bezirk Schärding, der sich bei der BezirksRundschau gemeldet hat, aber anonym bleiben möchte. Denn eine Woche vor dem Unfall habe er die Polizei laut eigenen Angaben auf den Unfalllenker aufmerksam gemacht. "Doch leider ist nichts passiert", so der Mann. Wie er sagt, habe es aus dem privaten Umfeld des Unfalllenkers immer wieder Versuche gegeben, auf diesen einzuwirken. "Es wurde ihm gesagt, dass er endlich den Führerschein machen und nicht immer schwarzfahren soll." Doch vergebens, wie der tragische Unfall nun zeigt.

"Es sind zwar Hinweise eingegangen, die auch an alle Kollegen weitergegeben wurden, aber wir hatten keine rechtliche Handhabe, dagegen vorzugehen."

Betroffen von dem tödlichen Unfall zeigt sich auch Schärdings Bezirkspolizeikommandant Matthias Osterkorn, der zur BezirksRundschau sagt: "Es sind zwar Hinweise eingegangen, die auch an alle Kollegen weitergegeben wurden, aber wir hatten keine rechtliche Handhabe, dagegen vorzugehen. Solange das Fahrzeug nicht bewegt wird, wir den Täter nicht auf frischer Tat ertappen, sind uns die Hände gebunden. Wir sind natürlich für jeden Hinweis dankbar, aber wir können nicht einfach jemanden auf Verdacht hin sanktionieren. Leider ist es auch personell nicht möglich, Beamte für solche Fälle abzustellen. So tragisch es ist, solche Dinge lassen sich leider nie restlos verhindern – obwohl wir das gerne würden."

Am vergangenen Sonntag ereignete sich in Taufkirchen ein tödlicher Verkehrsunfall. Eine Woche vor dem Unfall hat ein Mann aus dem Bezirk Schärding auf den Unfalllenker aufmerksam gemacht.

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