Helden auf vier Pfoten: Immer der Spürnase nach beim Verein "Rettungshunde Innviertel"

Thomas Wallner aus Kopfing mit Jenna. Gemeinsam mit Alexandra Refle leitet er den Verein "Rettungshunde Innviertel".
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  • Thomas Wallner aus Kopfing mit Jenna. Gemeinsam mit Alexandra Refle leitet er den Verein "Rettungshunde Innviertel".
  • Foto: Rettungshunde Innviertel
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KOPFING, INNVIERTEL (kpr). Ihr "Herrchen" klopft Jenna sachte, aber bestimmt auf die Schulter und schon stürmt sie los, die Rettungshündin aus Kopfing. Jenna gehört zu Thomas Wallner und ist eine von neun Hunden des im Dezember neu gegründeten Vereins "Rettungshunde Innviertel" mit Hauptstandort in Kopfing.

Die Vorbereitung auf Ernstfälle stehe bei den Rettungshunden Innviertel nicht im Vordergrund, wie Wallner erklärt. Er leitet gemeinsam mit Alexandra Refle aus Braunau den Verein. "Der Hund muss Spaß am Training haben", sind sich die Innviertler einig. Trainiert wird ein- bis zweimal in der Woche.

Bei den Rettungshunden Innviertel sind neun Hunde mit ihren Führern dabei. Außerdem sind noch vier Helfer mit im Team. Die Hundeführer heißen jederzeit Neumitglieder, egal ob Erwachsene oder Kinder, willkommen – auch ohne Hund. Ab der zehnten Woche können Welpen mit der Ausbildung zum Rettungshund beginnen. "Je älter die Hunde sind, desto schwieriger wird es", wissen die Vereinsleiter. Die Größe der Vierbeiner spiele keine Rolle. So können auch ganz kleine Hunde Rettungshund werden.

In den Trainingseinheiten soll weder für den Hund noch den Führer Druck entstehen. Prüfungen müssen nicht zwangsläufig absolviert werden. Der Verein nimmt aber regelmäßig an Wettbewerben teil. Hilfreich sei auf jeden Fall, ein Ziel vor Augen zu haben. So tritt beispielsweise Wallner mit seiner Jenna demnächst zur IRO-Prüfung an (Internationale Rettungshunde-Organisation). Wer diese absolviert hat, kann mit seinem Rettungshund bei Auslandseinsätzen – sei es bei Erdbeben oder dergleichen – helfen.


Auf Menschengeruch

Der Verein bildet seine Teams hauptsächlich in der Flächen- und Trümmersuche aus. Dabei lernt der Hund spielerisch und ohne Druck in verschiedenen Ausbildungsschritten selbstständig, eine größere uneinsehbare Fläche oder ein Trümmergebiet abzusuchen. Wie die Hundeführer erklären, nimmt er die menschliche Witterung auf und sucht mit seiner Nase nach der vermissten Person. Er lernt, mit Bellen anzuzeigen, wenn er diese ausfindig gemacht hat, und solange bei der Person zu bleiben bis der Hundeführer hinzu kommt. Das sei ein langer Lernprozess, der bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen kann. Eine weitere Form der Rettungshundearbeit, die der Verein in Zukunft auch mit aufnehmen möchte, ist das Mantrailing: Die Suche nach einer bestimmten Person mittels einem Geruchsträger.
Nähere Infos unter www.rettungshunde-innviertel.at.

Autor:

Kathrin Schwendinger aus Schärding

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