Scheedruck und umgestürzte Bäume
Im Sauwald gabs unpassierbare Straßen und schulfrei

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BEZIRK SCHÄRDING (juk/bich). In den Schulen in Kopfing, Esternberg, Vichtenstein, Engelhartszell, St. Aegidi und St. Roman fiel am Montag, 14. Jänner 2019, sogar der Unterricht aus, wie das Sekretariat des Bezirksschulrats bestätigt. Grund: Es fuhren vielerorts keine Schulbusse. Am nächsten Tag konnte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Die Witterung hatte das Chaos verursacht, Schneedruck und umgestürzte Bäume machten Straßen unpassierbar. Die B136 Sauwaldstraße zwischen St. Roman und St. Aegidi und die L1173 Kopfinger Straße zwischen Kopfing und Faschingstöckl waren schon letzte Woche immer wieder gesperrt und mussten von Sonntag bis Montag abermals von etlichen umgestürzten Bäumen befreit werden. Mittlerweile sind die Straßen wieder frei. 

Straßenmeistereien waren beschäftigt

"Der schwere Schnee hat die Bäume wie Streichhölzer knicken lassen. In diesem Ausmaß hatten wir das schon Jahre nicht mehr", meint Alois Napetschnig von der Straßenmeisterei Engelhartszell. Zusammen mit benachbarten Straßenmeistereien und ortsansäßigen Freiwilligen Feuerwehren waren die Winterdienstmitarbeiter in den letzten Tagen beinahe rund um die Uhr im Einsatz. "Aber seit Montag entspannt sich die Lage langsam", zeigt sich Napetschnig zuversichtlich. Die Feuerwehren des Bezirks arbeiteten im Laufe des vergangenen Sonntags mehr als 60 schneebedingte Einsätze ab. "Schnee sind wir eh gewöhnt", meint Kopfings Bürgermeister Otto Straßl gelassen. Heuer sei nicht die Schneemenge, sondern der schwere Schnee das Problem. Sogar Schaulustige "aus niedrigeren Lagen" seien nach oder über Kopfing gefahren, um die Lage mit eigenen Augen zu sehen, erzählt der Ortschef. Ein Landwirt berichtete Straßl nach einem Besuch in seinem Waldgebiet zwischen Neukirchen und Kimleinsdorf, dass es dort zwischen 200 und 300 Bäume gerissen hat. Zwischenzeitlich war in Kopfing innerorts nur eine Fahrspur frei.

In Kopfing wurde Schnee abtransportiert

Der Schnee wurde dann mit Lastern aus dem Ort transportiert, um wieder beide Fahrspuren frei zu haben. Außerdem begann man mit dem Freischneiden der Straßen: "Am Sonntag war es aufgrund der Witterung in den Wäldern noch zu gefährlich. Von Sonntag auf Montag hat es dann den Schnee von den Bäumen abgeregnet", so Hermann Jobst, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kopfing. Eine Kopfinger Familie in Gebiet Faschingsstöckl war übers Wochenende eingeschneit – und das schon das zweite Mal in diesem Winter. Die Rot-Kreuz Ortsstelle Kopfing wurde mit einem zusätzlichen Auto besetzt, um trotz der Sperren die Versorgung zu garantieren. "Wir haben die Lagekarten immer im Blick und schauen, wo es Straßensperren gibt", berichtet Bezirksgeschäftsführer Florian Kurz. Bei den zu bewältigenden Einsätzen ist es zu keinen Beeinträchtigungen gekommen. Zuletzt war Kopfing 2006 eingeschneit. Mittlerweile hat sich jedoch auch im Sauwald die Lage wieder entspannt.

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