Krankheit Demenz
In Esternberg gibt es jetzt Servicestelle für Demenz

Sie sind die Beraterinnern der neuen Servicestelle Demenz im Pflegeheim Esternberg: Martina Laufer, Claudia Hell und Franziska Zeilberger.
  • Sie sind die Beraterinnern der neuen Servicestelle Demenz im Pflegeheim Esternberg: Martina Laufer, Claudia Hell und Franziska Zeilberger.
  • Foto: Pflegeheim Esternberg
  • hochgeladen von Judith Kunde

Hier können sich Menschen, die demente Angehörige daheim betreuen, informieren und von Fachpersonal beraten lassen. 

ESTERNBERG. Im Alten- und Pflegeheim Esternberg gibt es seit wenigen Monaten die Servicestelle Demenz. "Meistens kommen jene, die am Ende ihrer Kräfte sind. Wir möchten die Menschen ermutigen, früher zu kommen und Hilfe in Anspruch zu nehmen", so Bernhard Hatheier, Heimleiter. Drei Mitarbeiterinnen sind dafür extra ausgebildet in Validation. Diese Methode setzt auf eine einfühlsame Grundhaltung gegenüber desorientierten Personen – in den Schuhen des anderen gehen lautet die Devise. Eine von den Mitarbeiterinnen ist Martina Laufer: "Angehörige haben oft das Gefühl, alleine zu sein und haben Angst, um Hilfe zu bitten. Wir möchten den Leuten dort Hilfe anbieten, wo sie sie gerade brauchen." Das kann grundsätzliche Aufklärung über die Stufen einer Demenzerkrankung sein, Tipps für den Umgang mit demenzkranken Menschen oder eine Beratung hinsichtlich Unterstützungsangeboten.

Überforderung ist normal

Eine Demenzerkrankung bringt große Herausforderungen mit sich – das Zusammenleben funktioniert nicht mehr wie früher. Die Krankheit kann bei Betroffenen mit Gefühlen wie Wut, Angst, Aggression oder Verloren sein einhergehen. Zudem erhöht sich die Sturzgefahr, Menschen werden orientierungslos oder haben die Tendenz wegzulaufen. "Mit einer solchen Situation ist jeder überfordert", betont Hatheier. Die Krankheit verläuft individuell und schleichend. 

"Dass es zu viel wird, passiert ja nicht von einem Tag auf den anderen. Angehörige übersehen dann oft den Punkt, wo es nicht mehr geht", ergänzt Laufer.

Schätzungsweise leben im Bezirk 840 demente Menschen in den unterschiedlichsten Schweregraden. Bis 2050 werden es etwa 1.500 Demenzkranke sein. "Aus diesem Grund ist es uns auch ein besonderes Anliegen, unser fachliches Wissen in diesem Themenbereich auch jenen zur Verfügung zu stellen, die ihre dementen Angehörigen zu Hause betreuen", erklärt Esternbergs Heimleiter.

Termine für eine Beratung können über das Büro des Pflegeheims Esternberg vereinbart werden: Tel.: 07714-50980

Autor:

Judith Kunde aus Schärding

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