Kirchturmkreuz hielt 60 Durchschüssen stand

Pfarrer Eduard Bachleitner und Erwin Itzinger zeigen Kindern die Dose, die in der Kirchturmkuppel gefunden wurde.
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  • Pfarrer Eduard Bachleitner und Erwin Itzinger zeigen Kindern die Dose, die in der Kirchturmkuppel gefunden wurde.
  • Foto: Pfarre Schärding
  • hochgeladen von Michelle Bichler

SCHÄRDING. Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kirchturmkuppel samt Kreuz der Stadtpfarrkirche Schärding das letzte Mal saniert. Eine Überprüfung machte nun deutlich, dass es höchste Zeit für eine erneute Reparatur war. Diese wurden Ende Juli durchgeführt. Beim Abmontieren des Kirchturmkreuzes und der Kugel kam Interessantes zu Tage, erzählt Erwin Itzinger, Obmann des Pfarrgemeinderates: "In der Kugel befand sich eine Kupferdose. Nach dem Öffnen konnte daraus ein Kuvert entnommen werden, in dem sich zwei Dokumente befanden – eines aus dem Jahr 1864 und eines von 1948." Letzteres verweist darauf, dass die Kugel beim Angriff von US-Truppen zum Ende des 2. Weltkrieges rund 60 Mal durchschossen wurde.
Das frisch restaurierte Kreuz wird am Sonntag, dem 8. Oktober, wieder am Kirchturm angebracht. Um 9.30 Uhr findet ein Festgottesdienst samt Segnung des Turmkreuzes durch Bischofsvikar Wilhelm Viehböck statt. Anschließend wird das Kreuz auf den Kirchturm gezogen und dort aufgesteckt und gesichert. Im Anschluss daran lädt die Stadtpfarre zu einer Agape beim Pfarrzentrum ein. Im Pfarrsaal sind zahlreiche Fotos von der Kreuzabnahme und der Restaurierung, Kopien der Dokumente aus den Jahren 1864 und 1948 sowie auch die alten Eisenkonstruktion des Turmkreuzes ausgestellt.
 

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