Kopfings Kindergarten setzt auf "Sprachkurs"

Anna Bamberger fungiert als Sprachcoach.
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  • Anna Bamberger fungiert als Sprachcoach.
  • Foto: Kindergarten Kopfing
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KOPFING. Im Interview spricht die 24-Jährige was eine Sprachförderung bringt, wie viele Kinder diese in Anspruch nehmen und was es mit einem Hot-Spot Kindergarten auf sich hat.

Was darf man sich unter Sprachförderung vorstellen?
Bamberger: All jene drei- bis sechsjährigen Kinder, die über mangelnde Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen, sollen bis zum Eintritt in die Volksschule die Unterrichtssprache Deutsch weitgehend beherrschen. Somit werden die Bildungschancen verbessert und letztlich erleichtert dies den Einstieg ins Berufsleben.

Ist diese Art der Sprachförderung für alle Kinder möglich?
Ja. Vom Land OÖ wird jeweils ein Instrument zur Sprachstandsfeststellung für Kinder mit Deutsch als Erstsprache und für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache zur Verfügung gestellt. Wird hierbei festgestellt, dass ein Kind einen erhöhten Sprachförderbedarf hat, soll es alltagsintegriert, individuell und spielerisch gefördert werden. Bei uns in Kopfing werden zu den sieben österreichischen Kindern auch zwei Flüchtlingskinder sprachlich unterstützt.

Wie sieht das konkret im Kindergartenalltag aus?
Meine Aufgabe besteht darin, insbesondere die neun Kinder mit erhöhtem sprachlichen Förderbedarf in ihrem Handeln sprachlich zu begleiten. Es werden Angebote, die den Interessen der Kinder entsprechen, in der Einzelförderung, in der Kleingruppe aber auch in der gesamten Kindergartengruppe gesetzt. Die Kinder lernen dabei spielerisch den vielseitigen Einsatz der Sprache kennen.

Warum gibt es diese Sprachförderung erst seit diesem Kindergartenjahr?
Die sprachliche Entwicklung der Kinder ist eine wichtige Maßnahme der vorschulischen Bildung und erhöht die Bildungschance. Das sieht auch das Land so und fördert deswegen Hotspot-Kindergärten.

Wie wurde Kopfing zu einem Hotspot-Kindergarten?
Bei drei Kindergartengruppen müssen mindestens neun Kinder förderungswürdig sein, dann kann ein zusätzlicher Pädagoge die Aufgabe der Sprachförderung übernehmen. Für diese Pädagogen werden von Seiten des Landes OÖ konkrete Angebote zur Fortbildung gestellt. Sprachförderung sollte aber nicht nur im Kindergarten, sondern im gesamten Alltag der Kinder stattfinden.

Und was können Eltern dazu beitragen?
Eltern sollen ein sprachliches Vorbild sein, viele Gespräche mit ihren Kindern führen und Sprache als festen Bestandteil im Alltag eingliedern. Der Spracherwerbsprozess kann auch durch Vorlesen oder Lieder gefördert werden.

Anna Bamberger fungiert als Sprachcoach.

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