Wussten Sie ...
Kuriositäten aus dem Bezirk Schärding der letzten 100 Jahre

In Riedau wurde im Jahr 1933 eine Fahrradsteuer von 5 Schilling im Jahr eingeführt. Außerdem gab's für jedes Rad ein eigenes Nummernschild.
  • In Riedau wurde im Jahr 1933 eine Fahrradsteuer von 5 Schilling im Jahr eingeführt. Außerdem gab's für jedes Rad ein eigenes Nummernschild.
  • Foto: panthermedia.net/surabky
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Wussten Sie, dass Riedauer Radfahrer im Jahr 1933 eine jährliche Radsteuer von 5 Schilling zu entrichten hatten? Außerdem bekam jeder Drahtesel ein eigenes Nummernschild.

Wissen Sie, was ein Quartiergeher ist? In der Zwischenkriegszeit wurden verarmte Personen im Bezirk Schärding zu Quartiergehern. Sie zogen mit ihren wenigen Habseligkeiten von einem Haus zum nächsten, wo sie Kost und Logis erhielten. Jeder Hausbesitzer war verpflichtet, diese Armen aufzunehmen und zu versorgen.

Wussten Sie, dass es in Engelhartszell noch im Jahr 1921 einen Nachtwächter gab, der von der Marktkommune beschäftigt wurde. 

Wussten Sie, dass die erste Tankstelle in Schärding 1924 in Betrieb ging. Mit 31. Dezember 1923 waren im Bezirk Schärding insgesamt 44 Kraftfahrzeuge gemeldet. 1927 wird in der Schärding Chronik berichtet, dass täglich 30 bis 40 Lastautos und 70 bis 100 Pkw das Linzertor passieren.

Wussten Sie, dass das die Gemeinde St. Marienkirchen am 6. Jänner 1923 anlässlich der Einführung des elektrischen Strom sogar eine eigene Lichtfeier im Gasthaus Schaurecker veranstaltete. Mit Musik, Reden und Liedern wurde die neue Lichtquelle besungen.

Wussten Sie, dass der Bahnhof Schärding als Teil der Ortschaft Brunnwies einmal zur Gemeinde Brunnenthal gehört hat und per Landesrats-Beschluss im Jahr 1924 zwangsweise an Schärding abgegeben werden musste. 

Wussten Sie, dass das Notgeld, das fast alle Schärdinger Gemeinden rund ums Jahr 1920 einführten, in erster Linie als Ersatz für das fehlende Kleingeld galt.

Wussten Sie, es in den 1930er-1940er Jahren üblich war, bei der Beichte ein sogenanntes "Beichtbild" beim Mesner wie eine Art "Kinoticket" abreißen zu lassen – als Beweis für den Beichtgang. Denn der Mesner führte genau darüber Buch, wer zur Beichte ging. Gerüchte besagen, dass manche Gemeindebürger Untergebene als Ersatz schickten, wenn sie fürs Beichten keine Zeit fanden.

Wussten Sie, dass der Fremdenverkehr im Bezirk Schärding schon Ende der 1920er Jahre zu einer der wichtigsten Einnahmequellen zählte. Im Jahr 1929 verzeichnete der Bezirk 9.785 Nächtigungen.

Wussten Sie, dass eine New Yorker Schule nach Ende des zweiten Weltkriegs auf Initiative der amerikanischen Militärregierung die Patenschaft für die bedürftigen Schulkinder der Volksschule Stadl übernahm. 1949 schickten sie Kisten voller Schuhe, Kleidung und Wäsche. Die Schüler schickten Dankesbriefe.

Wussten Sie, dass die Landesregierung im Jahr 1935 ein Bettlerhaftlager in Schlögen eröffnete. Der Grund: In den Bezirken in Oberösterreich bettelten auch immer mehr Menschen, die nicht aus Oberösterreich stammten. 

Wussten Sie, dass Schärding als 1. Kleinstadt in ganz Österreich mit dem Neubau des Postamts im Jahr 1937 auf eine Erdkabel-Stromlösung setzte.

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