Matzinger: Kopfinger Pfarrer kehrt spät heim

Anton Matzinger war von 1937 bis 1955 Pfarrer in Kopfing und im Dorn ein Auge der örtlichen Nationalsozialisten.
  • Anton Matzinger war von 1937 bis 1955 Pfarrer in Kopfing und im Dorn ein Auge der örtlichen Nationalsozialisten.
  • Foto: Archiv Johann Klaffenböck
  • hochgeladen von Kathrin Schwendinger

KOPFING. Anton Matzinger war fast 20 Jahre lang während des Zweiten Weltkrieges Pfarrer in Kopfing. Am Samstag, 15. Oktober, werden seine sterblichen Überreste – Matzinger verstarb 1961 – in der Priestergrabstätte in Kopfing beigesetzt.

Johann Klaffenböck aus St. Aegidi dokumentierte das Leben des Pfarrers: "Anton Matzinger war anfangs sogar ein überzeugter Nationalsozialist, der für Hitlers Volksabstimmung am 10. April 1938 Wahlreden hielt. Schon bald erkannte er allerdings das wahre Gesicht der "Nazis" und aus dem anfänglichen Befürworter wurde ein entschiedener Gegner." Zwei Mal wurde Matzinger verhaftet. Nun da seine nächsten Verwandten ebenfalls tot sind, wurde Matzingers Grab aufgelöst. Damit der Pfarrer nicht in Vergessenheit gerät werden nun die sterblichen Überreste in die Priestergrabstätte nach Kopfing überführt. Kopfing ist die Gemeinde, in der Matzinger am längsten gewirkt hat.

Der Gedenkgottesdienst findet am Samstag um 10 Uhr in der Pfarrkirche statt. Altbischof Maximilian Aichern wird die Messe feiern und die Beisetzung vornehmen.

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