"Sauwetter" sorgte für schlimmsten Moment

Angerer besuchte 99 der 104 Jubiläums-Veranstaltungen.
  • Angerer besuchte 99 der 104 Jubiläums-Veranstaltungen.
  • Foto: Ebner
  • hochgeladen von David Ebner

SCHÄRDING. Darüber spricht Schärdings Stadtoberhaupt im Interview. Ebenso über seinen schlimmsten Moment, was Sauwetter damit zu tun hat sowie darüber, wie er Weihnachten verbringen wird.

Das Jubiläumsjahr neigt sich dem Ende zu. Ihr Resümee?
Angerer: Positiv, weil sich die Schärdinger Bevölkerung, viele Vereine und Organisationen spontan bereit erklärt hatten, dieses Jubiläum mitzugestalten und mitzufeiern. Natürlich konnten wir unseren Bekanntheitsgrad und die Attraktivität auch überregional stärken.

Was war für Sie persönlich das Highlight des Jahres?
Das war zweifelsohne das Jubiläums-Spectaculum im Juni.

Haben Sie im Rahmen der Aufbereitungen für das Jubiläumsjahr etwas Neues über die Stadt gelernt?
Ja, zum Beispiel, war ich der Meinung, dass die erste urkundliche Erwähnung Schärdings im Jahr 804 war. Durch die Recherchen von Stadtarchivar Mario Puhane ist aufgekommen, dass dies zwar am wahrscheinlichsten ist, es aber auch 806 gewesen sein könnte. Das wird man jedoch nie zu 100 Prozent feststellen können.

Gab es so etwas wie den „schönsten Moment“?
Das war sicher jener, als wir bei „Unser Fest“ gewusst hatten, dass sich definitiv weit mehr als die geforderten 700 Schärdinger Bürger am Stadtplatz befanden. Das hat uns den Zusammenhalt eindrucksvoll vor Augen geführt.

Und der Schlimmste?
Einer der „schlimmsten“ Momente – wenn man das so sagen kann – war wohl zunächst das ausgesprochene „Sauwetter“ beim Spectaculum. Gerade als der Landeshauptmann in Schärding eintraf, regnete es derart heftig, dass wir nicht einmal zu Fuß trotz Regenschirm zum Festgottesdienst gehen konnten. Trotzdem war es letztendlich ein wunderbarer Tag. Es kommt also immer auf den Blickwinkel an.

Bei der Landesausstellung 2004 konnte Schärding den Schwung mitnehmen und für Nachhaltigkeit sorgen. Was bleibt vom Jubiläumsjahr?
Es werden viele Programmpunkte nachhaltig bleiben. Hervorheben möchte ich die „Via Scardinga“, die auch in den nächsten Jahren viele Besucher anlocken wird. Bleiben wird die noch bessere Verbundenheit der Bewohner mit ihrer Stadt. Diese Verbundenheit ist vielleicht gerade heute besonders wichtig. Und wo das gegeben ist, da fühlt man sich zuhause.

Nach einem solchen Veranstaltungsmarathon kehrt 2017 wieder Ruhe ein. Auf was dürfen sich Bürger und Gäste dennoch freuen?
Es wird uns auch 2017 nicht fad, wenngleich wir im Veranstaltungsbereich wieder auf das „Normalniveau“ zurückkehren werden. Im Köcher haben wir viele Projekte – der Bahnhofs-umbau wird abgeschlossen, die Hochwasserschutzbauten werden weitergeführt, das Katastrophenlager wird gebaut und die Kooperation mit Neuhaus werden wir weiter vertiefen.

Wie werden Sie Weihnachten und Silvester verbringen?
Weihnachten verbringe ich mit meiner Familie – mit Christbaum, gemütlichem Fondue, Singen und Musizieren, Mitternachtsmette, Spazierengehen, Lesen, Plaudern und Verwandtenbesuchen. Die Tage um Silvester stehen im Zeichen von Entspannung und Erholung.

Was darf für Sie in der besinnlichen Zeit nicht fehlen?
Fixer Bestandteil der Weihnachtszeit ist für meine Frau und mich unser beinahe tägliches gemütliches „Adventln“ bei Tee, ein paar Kekserln, Kerzenschein, weihnachtlicher Musik, wo wir über ganz Belangloses plaudern oder auch mal Wichtiges besprechen. Aber auch die Rorate gehört für mich dazu. Und natürlich der Familienadventkalender – unsere Tochter ist jeden Morgen aufs Neue gespannt.

Ihre Wünsche für 2017?
Was am wichtigsten ist, Gesundheit und Frieden, gerade in diesen sehr bewegten Zeiten – alles andere ist sekundär.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen