Nach Augsburger Vorbild
Schärding plant "Haus" gegen Taubenplage

Trotz zahlreicher Maßnahmen gelang es in Schärding bisher nicht, der Taubenplage Herr zu werden. Nun soll ein "Taubenhaus" helfen.
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  • Trotz zahlreicher Maßnahmen gelang es in Schärding bisher nicht, der Taubenplage Herr zu werden. Nun soll ein "Taubenhaus" helfen.
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  • hochgeladen von David Ebner

Schärding stöhnt seit Jahren über zunehmende Taubenpopulation. Ein "Taubenhaus" soll's nun richten.

SCHÄRDING. Um der Taubenplage Herr zu werden, hat die Stadtgemeinde bereits – wie exklusiv berichtet – zahlreiche Maßnahmen getroffen: So wurden an der Innlände sowie am Wassertor Fütterungs-Verbotsschilder aufgestellt. Gleichzeitig erging an sämtliche Objekteigentümer die Bitte, Vorkehrungen zu treffen, damit sich die Tauben nicht in Dachböden oder Nischen einnisten. Weiters fanden in der Vergangenheit regelmäßige Besprechungen mit Experten, einschlägigen Fachleuten, Amtstierärztin, Schädlingsbekämpfern sowie Vogelexperten statt. Doch bisher nur mit mäßigem Erfolg.

Taubehnaus soll's richten

Auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten stießen die Stadtverantwortlichen auf Augsburg. Auch dort herrschte eine Taubenplage. Doch seit einigen Jahren gelingt es den Augsburgern mit dem tierschonenden Projekt betreuter Taubenschläge, dem Problem Herr zu werden. Daraufhin entstand zwischen Schärding und Augsburg ein reger Informationsaustausch, der die Schärdinger schließlich auf die Idee eines Taubenhauses brachte. Dazu Amtsleiterin Rosemarie Kaufmann: "Ein Taubenhaus ist sozusagen eine Brutstätte für die Tauben, welche in diesen Räumlichkeiten ihr Nest bauen und die Eier ausbrüten. Grundgedanke und Sinn eines Taubenhauses sind der Austausch der gelegten Eier der Tauben auf Gips- beziehungsweise Plastikeier. Wichtig sind eine artgerechte Fütterung sowie Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen."

Grünes Licht aus Linz

Grünes Licht für das Projekt gibt es auch bereits von der Abteilung Naturschutz des Landes OÖ. "Da Tauben sehr standorttreu sind und sich stets in großen Zahlen an einem Ort aufhalten, hat sich die Stadtgemeinde Schärding bewusst für die Platzierung des Taubenhauses in der Nähe der Schiffsanlegestelle und der Innlände entschieden", erläutert Kaufmann. "Dankenswerterweise wurde uns vom Grundstückseigentümer die Aufstellung des Taubenhauses für einen längeren Zeitraum zugesichert."

"Das Konzept der Stadt Augsburg hat uns daher als sehr funktionierenden und ergebnisreichen Plan überzeugt."

Erfreut über das Projekt zeigt sich auch Stadtchef Franz Angerer: „Mir ist von großer Bedeutung, dass sich die Zahl der Tauben in der Stadt verringert, jedoch auf eine natürliche und artgerechte Weise. Das Konzept der Stadt Augsburg hat uns daher als sehr funktionierenden und ergebnisreichen Plan überzeugt. Weiters freut mich, dass die bauliche Errichtung ein ortsansässiger Tischlermeister umgesetzt hat." Das Taubenhaus wird Anfang September 2021 in Betrieb genommen.

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