Demo in Schärding
Schärdinger Bauern protestierten vor den Spar-Filialen

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Der Bauernbund Schärding nahm heute (26. Februar) an einer landesweiten Protestaktion gegen die Handelskette Spar teil.

SCHÄRDING (juk). Der Bauernbund Schärding nahm am 26. Februar an einer landesweiten Protestaktion gegen die Handelskette Spar teil. Über 75 Landwirte aus dem ganzen Bezirk waren mit ihren Traktoren in die Stadt Schärding und vor die beiden Schärdinger Spar-Filialen in der Linzerstraße und der Passauerstraße gekommen, um ihrem Ärger Luft zu machen. Grund ist der Streit bei den Preisverhandlungen mit der Handelskette, vor allem für Milchprodukte. "Alle anderen Ketten haben den Bauern Preiserhöhungen in Aussicht gestellt. Nur Spar ist der härteste Verhandler", so Schärdings Bauernbundobmann Peter Gumpinger. In der Eurospar-Filiale in der Linzerstraße übergaben die Demonstranten ein Protestschreiben an die Filialleitung. "Der Protest richtet sich auf keinen Fall gegen die Mitarbeiter, sondern gegen die Konzernführung", stellte Gumpinger klar. "Wir sind mit immer höheren Qualitätsstandards konfrontiert, aber der Milchpreis ist seit den 80er Jahren gleich geblieben", kritisiert er.

Kleinbäuerliche Betriebe kommen finanziell immer mehr unter Druck und Hofübernehmern fehle die Zukunftsperspektive, klagten mehrere Demo-Teilnehmer. Von Spar Oberösterreich hieß es, in der Bauernschaft habe sich das falsche Gerücht verbreitet, die Verhandlungen seien abgebrochen worden. "Das ist falsch. Wir sind nach wie vor in Verhandlungen mit den Molkereien", so die Konzernführung. "Wissen muss man aber, dass Preiserhöhungen allein die Lage der Bauern nicht wesentlich verbessern werden, da es hier um ein großes strukturelles Problem innerhalb der Landwirtschaft geht, das eigentlich die Politik lösen sollte." Bauernbund-Landesobmann und Landesrat Max Hiegelsberger schaltete sich ein und forderte ein Ende der "permanenten Aktionitis".

Autor:

Judith Kunde aus Schärding

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