Spitzenkoch legt sich mit Bürgermeister an

Mit zwei Hauben im Gault Millau wurde das Restaurant Bacchant ausgezeichnet.
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  • Mit zwei Hauben im Gault Millau wurde das Restaurant Bacchant ausgezeichnet.
  • Foto: Janscha
  • hochgeladen von Linda Lenzenweger

DORF/PRAM (ebd). Seit fünf Jahren kommen die Bürger von Dorf an der Pram in den Genuss einer Zweihaubenküche: Doch damit könnte bald Schluss sein. Den Bacchant-Geschäftsinhaber Gerhard Janscha mag nicht mehr, wie er sagt. Grund: Der Gastronom und Spitzenkoch beklagt die "null vorhandene Unterstützung der Gemeinde." Und das hat laut Janscha gleich mehrere Gründe. "Ich wollte schon des öfteren den Dorfsaal für Großveranstaltungen mieten. Aber das ging nicht, weil der Dorfwirt das alleinige Ausschankrecht hat. Dabei handelt es sich doch um ein öffentliches Gebäude, dass der Gemeinde gehört. Darin finden ohnehin nur wenige Veranstaltungen statt, verzichtet die Gemeinde auf zusätzliche Einnahmen", versteht Janscha die Welt nicht mehr.

Sauer stößt dem Haubenkoch auch der fehlende Lärmschutz für seinen Gastgarten auf. "Die Gäste fühlen sich durch den Zug gestört. Ich würde hier eine kleine Lärmschutzwand benötigen, doch ich bekomme von der Gemeinde null Unterstützung." Weiters erbost sich der Gastronom über die fehlende Infrastruktur für rasches Internet. "Das geht sogar soweit, dass Kunden bei uns nicht einmal mit der Kreditkarte zahlen können, weil wir keine gescheite Verbindung zustande bringen. Wir haben bei uns viele internationale Gäste, dass ist einfach nur peinlich", beklagt Janscha. "Ich habe bereits diesen Zustand bei A1 reklamiert. Doch dort wird auf den Bürgermeister verwiesen, der dazu einen schriftlichen Antrag einzureichen hat. Doch es passiert nichts." Deshalb zieht der Spitzenkoch sogar die Schließung des Lokals in Dorf in Erwägung." Wir überlegen ernsthaft eine Abwanderung nach Ried."

Die Aufregung nicht verstehen kann Bürgermeister Karl Einböck. Mit den Vorwürfen konfrontiert, meinte er: "Was den Dorfsaal betrifft, gehört dieser zwar der Gemeinde, aber der Mietvertrag sieht nunmal das alleinige Nutzungsrecht für den Dorfwirt vor – sonst wäre der Wirtshausverkauf damals nicht zustande gekommen."

Bürgermeister sauer
"Was die Lärmschutzwand angeht, kann man eine solche nicht einfach hinstellen. Hier muss Herr Janscha zuerst mit der Bundesbahn reden." Nachsatz: "Und die Sache mit dem Internet höre ich überhaupt zum ersten Mal. Herr Janscha mag zwar mit A1 darüber gesprochen haben, mit mir nicht. Jeder Bürger in Dorf hat unsere volle Unterstützung – nur muss man zu uns kommen und die Sachen abklären. Das gilt auch für den Herrn Janscha."

Mit zwei Hauben im Gault Millau wurde das Restaurant Bacchant ausgezeichnet.
Spitzenkoch Gerhard Janscha fühlt sich von der Gemeinde im Stich gelassen.
Autor:

David Ebner aus Schärding

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