Corona-Krise
UPDATE: "Massentests wird's keine mehr geben" – fixe Teststationen stehen fest

Die für 22. bis 24. Jänner geplanten Massentests wurden abgesagt. Nun soll eine andere, dauerhafte Lösung her.
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  • Die für 22. bis 24. Jänner geplanten Massentests wurden abgesagt. Nun soll eine andere, dauerhafte Lösung her.
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  • hochgeladen von David Ebner

Die fürs kommende Wochenende geplanten Massentests wurden abgesagt. Nun kommen fixe Einrichtungen. Die Standorte dafür stehen fest.

BEZIRK SCHÄRDING 13.000 Schärdinger haben beim ersten Massentest im Dezember mitgemacht. Damit blieb man laut Gemeindebundpräsident Johann Hingsamer unter den Erwartungen. Für die geplanten Tests an diesem Wochenende hätte sich Hingsamer eine noch geringere Teilnahmezahl erwartet. Sind die Schärdinger etwa Corona-müde? "Die Bevölkerung ist verunsichert, weil ständig neue Maßnahmen nur mehr schwer nachvollzogen und mitgetragen werden. Klare Botschaften sind notwendig. Leider führen auch kursierende Fake-News verschiedener Gruppierungen zu Verunsicherung. Die Botschaften wie Freiheiten werden missbraucht und fälschlich verstanden."

"Die Regierung hat Ängste geschürt und es verabsäumt, die Bevölkerung bei den notwendigen Maßnahmen mitzunehmen."

In Riedau wurde im Dezember ebenfalls getestet, auch dieses Wochenende wäre es wieder so weit gewesen. Mit einer regen Teilnahme hätte Bürgermeister Franz Schabetsberger (SPÖ) aber ohnehin nicht gerechnet, wie er zur BezirksRundschau sagt. "Die Regierung hat Ängste geschürt und es verabsäumt, die Bevölkerung bei den notwendigen Maßnahmen mitzunehmen. Mit Verboten erreicht man meistens nur das Gegenteil."

Drei Dauereinrichtungen fix

Nun also der Schwenk hin zu Dauertesteinrichtungen. Wie Bezirks-Bürgermeistersprecher Roland Wohlmuth sagt, wünschen sich die Ortschefs des Bezirks dauerhafte Teststationen. "Dem kommt das Land nun nach. Derzeit laufen die Verhandlungen mit möglichen Betreibern wie Gesundheitseinrichtungen. Auch mit privaten Betreibern wird verhandelt." Geplant wären zwei bis drei fixe Dauertesteinrichtungen im Bezirk, welche die Bürger zu festgelegten Öffnungszeiten nutzen könnten. Ob dafür Anmeldungen notwendig sein werden, wird noch geklärt. Mittlerweile stehen die Standorte fest. Es sind das Klinikum Schärding, das Schloss Zell an der Pram sowie in Münzkirchen das Pfarrheim. Die Anmeldung ist ab Sonntag, 24. Jänner möglich (hier geht's zur Anmeldung). 

"Wenn für die Zeit nach dem Lockdown ein Programm mit Eintrittstestungen kommt, wäre das vernünftig"

Aber machen solche Dauertestzentren überhaupt Sinn? "Wenn für die Zeit nach dem Lockdown ein Programm mit Eintrittstestungen kommt, wäre das vernünftig", glaubt Hingsamer. "Vor allem für Bereiche mit engem Kundenkontakt werden ja wiederkehrende Tests verlangt. Sollte für Eintritte in bestimmte Bereiche ein negativer Test notwendig sein, so werden die Teststationen gut angenommen. Falls dies nicht so kommt, wird dieses Angebot eben geringer ausfallen."

SPÖ fordert Anti-Corona-Zentrum

Apropos Dauerteststandorte: Die Bezirks-SPÖ fordert gar ein Anti-Corona-Zentrum für den Bezirk. "Was es jetzt braucht, ist mindestens ein Anti-Corona-Servicezentrum für Schärding. Es soll die direkte Anlaufstelle für Impfungen, Tests, notwendige Schutzausrüstungen und wichtige Informationen sein. Das schafft Klarheit und sorgt für Sicherheit", ist SPÖ-Bezirksparteivorsitzender Karl Walch überzeugt. Darauf angesprochen, meint Hingsamer: "Anti-Corona-Zentren klingen gut. Diese haben wir, wenn man so will, ja schon. Es finden die PCR-Tests dauerhaft an einem Standort statt. Die Antigen-Tests eben auf einem oder zwei Standorten und zurzeit die Impfungen für über 80-Jährige in St. Florian am Inn." Und was passiert künftig in Sachen Massentests? Dazu der Gemeindebundpräsident: "Es wird keine Massentestungen mehr geben."

Corona-Zentren gegen Arbeitslosigkeit

Angesichts der dramatischen Entwicklung am Arbeitsmarkt, könnten laut SPÖ Corona-Zentren sogar einen Beitrag zur Entspannung leisten. So sollen die Zentren durch ein Jobprogramm für Langzeitarbeitslose unterstützt werden. "Schon die Aktion '20.000' hat aufgezeigt, wie sinnvoll es ist, Arbeitsplätze staatlich zu fördern, die einen wichtigen Beitrag zur Allgemeinheit leisten. „Wir reduzieren Arbeitslosigkeit, und bekämpfen die Pandemie. So geht verantwortungsvolle Politik“, sieht Walch den SPÖ-Plan als eine Win-Win-Situation für den Bezirk Schärding.

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