Wegen Flutkatastrophe 50 Jahr-Feier von Faber-Castell abgesagt – schwere Schäden

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ENGELHARTSZELL. Das hat Engelhartszell seit 1954 nicht mehr erlebt. Der Wasserstand von Montag, 3. auf Dienstag 4. Juni 2013 lag im Donaumarkt nur knapp unter dem vom 10. Juli 1954 (Damaliger Pegelstand: 1096 cm) und weit über dem von 2002. Hätte es nach der Errichtung des Donaukraftwerkes Jochenstein im Jahre 1956 keine Ausbaggerung der Donau im Raume Engelhartszell (sogenannte Unterwasser-Eintiefung) gegeben, wäre er heuer noch deutlich höher ausgefallen als 1954. Die Wassermenge, die sich am 3. und 4. Juni an Engelhartszell vorbeiwälzte, war nämlich größer als die im Jahr 1954.

Beträchtliche Schäden
Erstmals seit der Eröffnung der Umfahrungsstraße (Nibelungenbundesstraße) im Jahre 1960 stand das Wasser auch auf der Zufahrtsstraße auf der Marktseite und suchte fast alle Keller der Häuserzeile an der Donau heim. Dort richtete es beträchtliche Schäden in den Kellerräumen von Wohnhäusern und Betrieben, vor allem an Heizungs- und sonstigen technischen Anlagen an. Besonders schlimm erwischte es die Ortschaft Oberranna, wo das Wasser in Häuser und Wohnungen eindrang. Auch das Werk der Firma Faber-Castell in der Ortschaft Saag, das direkt an der Donau liegt, wurde schwer heimgesucht, so dass die geplante 50-Jahrfeier am 14. Juni abgesagt und in den Herbst verlegt werden musste.

Sowohl die Freibad- und Campinganlage Engelhartszell, die gesamte Donaulände und die Schiffsanlegestelle lagen nach Ablauf der Fluten unter einer dicken Schlammschicht, die bei der Agentie eine noch nie da gewesene Höhe bis zu 4 Meter erreichte. Die beiden Donau-Radfähren überstanden das Ereignis letztendlich nach Zittern und Bangen fast schadlos.

59 Feuerwehren im Einsatz
Insgesamt waren im Bereich Engelhartszell während des Hochwassers und bei den Aufräumungsarbeiten bis zu 59 Feuerwehren mit rund 500 aktiven Frauen und Männern aus den Bezirken Grieskirchen und Schärding im Einsatz und leisteten dort mit weiteren Helferinnen und Helfern verschiedener Organisationen, unter ihnen auch die erst kürzlich angekommenen Asylwerber hervorragende Arbeit bei Tag und bei Nacht. Engelhartszells Bürgermeister Roland Pichler, der selber rund um die Uhr im Einsatz war und die Engelhartszeller Bevölkerung sprachen allen Helferinnen und Helfern höchstes Lob und Anerkennung aus. Zu all dem funktionierte auch die Nachbarschaftshilfe in bester Art und Weise.

Autor:

David Ebner aus Schärding

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