Interview
"Wenn ich groß bin, werde ich Wirtin"

Anna Doblinger wird Anfang April das elterliche Gasthaus Doblinger in Altschwendt wieder aufsperren.
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  • Anna Doblinger wird Anfang April das elterliche Gasthaus Doblinger in Altschwendt wieder aufsperren.
  • Foto: Bachmayer
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Während viele Wirtshäuser im Bezirk zusperren, geht die 24-jährige Anna Doblinger den umgekehrten Weg.

ALTSCHWENDT (ebd). Anfang April wird die gelernte Gastronomin das Wirtshaus ihrer Eltern übernehmen. Im Interview spricht sie über die Gründe.  

Sie werden das Gasthaus von Ihren Eltern übernehmen und wieder aufsperren. Warum?
Doblinger: Für mich war schon immer klar: Wenn ich groß bin, werde ich Wirtin. 
In diesem Beruf blühe ich auf.

Ihre Eltern wohnen ja noch im selben Gebäude. Werden sie Ihnen dann künftig unter die Arme greifen?
Es würde mich freuen, wenn ich anfangs die nötige Unterstützung von ihnen bekomme.
Zusammenhalt ist wichtig und ich kann mir von meinen Eltern noch jede Menge Wissen aneignen und abschauen.

War es schon immer Ihr Ziel, das Gasthaus irgendwann zu übernehmen?
Wie gesagt, ich bin immer schon davon ausgegangen, dass ich einmal das Haus übernehmen werde.

Immer mehr Wirtshäuser sperren zu. Sie eröffnen mit Ihren jungen Jahren eines. Haben Sie nicht Angst davor, zu scheitern?
Unser Wirtshaus ist schon seit dem 16. Jahrhundert in Familienbesitz. Natürlich möchte man dann nicht die erste sein, die daran scheitert. Das wird für mich keine kleine Herausforderung werden, aber ich werde mein Bestes versuchen.

Altschwendt gehört nicht gerade zu den gastronomischen Metropolen. Wie wollen Sie künftig Gäste locken?
Wir sind der einzige Wirt im Ort und in so einer Gemeinde fallen allerhand Festlichkeiten an. Es liegt mir sehr am Herzen, regionale und saisonale Produkte zu verwenden. Ein Wirtshaus soll ein neutraler Boden sein, ein „Wohnzimmer“ für die Gemeinschaft samt leckerem Essen, gemütliche Atmosphäre und gute Gespräche.

Was soll Ihr Gasthaus in Zukunft auszeichnen – welches Konzept schwebt Ihnen vor?
Ich bin ein Fan von gutem, traditionellem Essen. Ich werde mein Augenmerk auf regionale und saisonale Küche legen und mich von modernen Einflüssen leiten lassen.

Wo haben Sie bisher beruflich Erfahrungen gesammelt?
Im Promenadenhof in Linz und beim Zum Leupold in Wien. Nach der Schule ging's als Zwischenstopp zur Verag als Speditionskauffrau. Das war für mich die Bestätigung, dass ich in die Gastronomie gehöre. Dann ging's als Köchin ins Kellerwerk nach Grieskirchen und letztes Jahr ins LukasSteak nach Schärding.

Welche Ausbildung haben Sie gemacht und wo?
Nach Abschluss der Hauptschule Raab ging ich drei Jahre an die Landwirtschaftliche Fachschule Andorf, wo ich im Gastrozweig mein Zuhause fand. Danach noch drei Jahre Aufbaulehrgang an der Tourismusschule Bad Ischl.

Wird es Umbauarbeiten am Wirtshaus geben?
Am Anfang ist jetzt mal der Kühlraum dran und andere kleine Veränderungen. Weitere Umbauarbeiten werden dann nach und nach erledigt.

Das Gasthaus verfügt ja über eine Kellerbar. Wird diese wieder eröffnet?
Die Kellerbar ist wohl für jeden Altschwendter mit vielen Erinnerungen verknüpft. Sie wird anfangs nur als zusätzlicher Raum für große Veranstaltungen genutzt – etwa beim Faschingsball.
 
Wann genau wird eröffnet?
Anfang April soll's los gehen. Die Öffnungszeiten sind 
voraussichtlich Mittwoch und Donnerstag abends sowie Freitag, Samstag und Sonntag ganztags. Montag und Dienstag sind Ruhetage. 

Wie viele Mitarbeiter werden Sie einstellen?
Je nachdem wie das Geschäft läuft.

Wo sehen Sie das Gasthaus in drei Jahren?
Jeder, der schon jetzt gerne bei uns zu Gast ist, soll auch in Zukunft gerne vorbeikommen. Ich würde mich freuen, wenn ich viele neue Gäste von meinem Lokal überzeugen kann.

Steckbrief

Geburtsdatum: 09.12.1995
Familienstand: in einer Beziehung
Beruf: Wirtin
Hobbys: Reiten und Wandern
Vorbild: Ich durfte viele Menschen kennenlernen die meine Ansichten geprägt haben. Und somit habe ich viele Vorbilder. Meine Eltern, Freunde
Lieblingsessen: Es gibt so viele wirklich gute Speisen und Kombinationen
Lebensmotto: Tu was du kannst, mit dem, was du hast, dort wo du bist

Autor:

David Ebner aus Schärding

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