Interview
"Wir haben Angst, das finanziell nicht zu überstehen"

Mit dem Bierzapfen ist es vorerst auch für Bezirks-Wirtesprecher und Stiegenwirt Stefan Schneebauer vorbei.
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  • hochgeladen von David Ebner

Gastronomie hat bis auf weiteres geschlossen. Für die Wirte eine Katastrophe, wie Stefan Schneebauer sagt.

BEZIRK (ebd). Im Interview spricht Schärdings Wirtesprecher Schneebauer über unausweichliche Folgen, was das für seinen Betrieb, den Stiegenwirt in Schärding, bedeutet und welche Hilfe er sich künftig erhofft.

Herr Schneebauer, alle Lokale und Restaurants sind geschlossen. Was sagen Sie dazu?
Schneebauer:
Dieser Schritt ist sicher hart, aber zum Schutz der Gäste und Mitarbeiter sinnvoll.

Haben Sie mit dieser Verschärfung der Lage gerechnet?
Gerechnet habe ich nicht mit so vielen Auswirkungen, aber wie es in Tirol angefangen hat, ist mir schon bewusst geworden, dass dies unvermeidlich sein wird.

Wie gehen die Wirte nun mit der Situation um. Wie ist die aktuelle Stimmung?
Es ist die Stimmung verständlicherweise nicht gut. Wir wissen nicht, ob und was wir für Hilfe bekommen. Ich kann aus meinen vielen Gesprächen mit den Wirten in den letzten Tagen sagen, dass alle Angst haben, das finanziell nicht zu überstehen.

Gibt es ein „Maßnahmen“-Paket, das die Wirte im Bezirk jetzt umsetzen werden – wie etwa Lieferdienst etc.?
Das muss jetzt jeder für sich entscheiden, ob oder was jemand anbieten möchte. Ich kann nur sagen, dass wir nach dieser Situation sicher etwas machen werden, was das Geschäft wieder ankurbeln wird. Wie genau diese Maßnahmen aussehen, daran arbeite ich jetzt mit meinen Kollegen in der Kammer.

Glauben Sie, dass es nun zu einer Beschleunigung des Wirtesterbens im Bezirk kommt?
Das kann und will ich jetzt noch nicht beurteilen, aber es wird für viele von uns schwer genug werden.

Wie gehen Sie persönlich als Wirtshaus und Hotelbetrieb mit der Situation um? Welche Konsequenzen sehen Sie da auf sich zukommen?
In unserem Betrieb ist es genau so schlimm wie bei den meisten. Bis Mitte Mai sind fast alle Zimmer storniert worden. Es wurden sogar bereits Zimmer für Juni, Juli und August storniert. Im Restaurant sieht es im Moment nicht anders aus. Jetzt werden wir unsere Mitarbeiter abmelden und dann schauen wir mal, ob und wie wir das Ganze überstehen.

Lassen sich die finanziellen Einbußen in den kommenden Wochen Ihrer Meinung nach irgendwie wieder hereinholen?
Nein, diesen Schaden kann man nicht wieder hereinholen. Damit müssen wir leider leben. Wir hoffen aber auf eine Unterstützung seitens der Regierung.

Autor:

David Ebner aus Schärding

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