Müll wird für Brunnenthals Bürgermeister zur Chefache

Wohlmuth hat als Landesabfallverbandschef viel vor.
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BRUNNENTHAL (ebd). Im Interview verrät Wohlmuth seine Vorhaben, ob es im Bezirk weiter Abfallsammelzentren geben wird und wo er künftig kürzer treten will.

Herr Wohlmuth, was sind die Anforderungen an einen Vorsitzenden des Landesabfallverbandes?
Wohlmuth: Die Bezirksabfallverbände und die Statutarstädte Oberösterreichs wählen aus ihrer Mitte den Vorsitzenden des LAV. Diese Wahl, welche einstimmig war, setzt natürlich großes Vertrauen untereinander voraus und ich denke, dass Interesse an der Sache an sich und Wertschätzung der Menschen im speziellen wichtige Eigenschaften eines Vorsitzenden sind.

Was heißt das nun genau? Welche zusätzlichen Aufgaben haben Sie nun künftig zu erledigen?
Der OÖ Landesabfallverband ist 1993 als Interessensvertretung der 15 Bezirksabfallverbände und der 3 Statutarstädte Oberösterreichs gegründet worden. Mit 1.1.1994 wurde eine eigene Geschäftsstelle in Linz eingerichtet. Zu unseren Aufgaben zählt die gegenseitige Information der Mitglieder. Wir sind Interessensvertretung der Mitgliedsverbände auf Landes- und Bundesebene und koordinieren überregionale Angelegenheiten der oö Wertstoffwirtschaft. Wir sind u.a. eingebunden in  Fachdiskussionen, zukünftige Entwicklungen der oö Wertstoffwirtschaft, legislative Entscheidungen.

Ergeben sich durch Ihre neue Funktion irgendwelche Vorteile für den Bezirk Schärding?
Meine Arbeit als Vorsitzender des Bezirksabfallverbandes Schärding bewirkt natürlich wesentliche Weichenstellungen und Entscheidungen im Sinne der Ökologie –für eine „saubere“ Gegenwart und Zukunft - sowie der Ökonomie – leistbare Gebühren für die Bürgerinnen und Bürger. In meiner Funktion als LAV-Vorsitzender gilt mein Bemühen auch dem Sammeln und Verbreiten der „best-practice-Modelle“ aller Bezirke oder Städte, um die Vorreiterrolle Oberösterreichs auch in diesem Bereich abzusichern und  auszubauen. Weiters stehe ich zur kommunalen Wertstoffwirtschaft, da nur so  Bürgernähe und Bürgerverständnis garantiert sind.

Bleiben Sie BAV Obmann des Bezirkes?
Dies ist neben einem Gemeindratsmandat die zweite Voraussetzung für die Funktion des Landesvorsitzenden.

2017 ist vorüber – was steht zukünftig in Sachen Abfallverband auf der Agenda?
Im vergangenem Jahr konnten wir wesentliche finanzielle Vorteile für die  Restmüllverbrennung bei der Energie AG sowie bei der Linz AG und deren Partnern verhandeln. Diese Ersparnisse werden in den Bezirken bzw. Städten den jeweiligen Budgets zufließen und garantieren somit eine optimale Gebührengestaltung. In den kommenden Jahren müssen wir uns der Herausforderung von steigenden Entsorger- bzw. Recyclingspreisen stellen, auf zukünftige Trends reagieren und Zukunftsszenarien entwickeln. Es gibt seit zwei Jahren eine Arbeitsgruppe „oö Wertstoffwirtschaft 2015“,  welche ich leiten darf. Wir dürfen keinesfalls in den Erfolgen der Vergangenheit verweilen sondern müssen täglich schnell reagieren und uns aktiv in zukünftige Entwicklungen einbinden. Der aktuelle oö Landesabfallwirtschaftsplan sowie der neue  Bundesabfallwirtschaftsplan bergen eine Fülle an Herausforderungen, sodass uns sicherlich nicht fad werden sollte.

Was war Ihre erste Amtshandlung als neuer Chef des Landesabfallverbandes?
Sehr viel arbeiten, täglich Neues dazulernen, Kontakte zu unseren Partnern auf Bundes-Landes- und Bezirksebene.

Wie viel Zeit werden sie dafür zusätzlich aufwenden? Werdne Sie dafür in einem anderen Bereich kürzer treten?

Diese Funktion braucht sehr viel Zeit und Engagement. Daher werde ich mit Jahresanfang 2018 meine Tätigkeit als Bezirksvorsitzender des Dienststellenausschusses für die  Pflichtschullehrerinnen und –lehrer an Bernhard Straif übergeben. Somit kann ich – wie bisher – vollstes Engagement für die Gemeinde Brunnenthal und die Arbeit in der oö Wertstoffwirtschaft garantieren.

Wird es im Bezirk neue ASZs oder andere Neuerungen geben?
Der BAV Schärding hat im Landesvergleich eine sehr günstige Verwaltungs- und  Gestaltungsstruktur. Die acht ASZ des Bezirkes werden weiter modernisiert und adaptiert werden, entsprechend dem verstärkten Recycleengagement der Bevölkerung. Ein Neubau oder ein neuer Standort ist derzeit nicht nötig.

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