Otto Straßl: "Wir urassen in Kopfing nicht mit dem Geld"

Bürgermeister in Kopfing Otto Straßl.

KOPFING (ska). In einem Artikel in einer regionalen Wochenzeitung wurde Anfang des Jahres über die Schulden der Schärdinger Gemeinden berichtet. Kopfing wurde darin die am zweithöchsten verschuldete Gemeinde im Bezirk Schärding genannt. Das möchte Bürgermeister Otto Straßl so nicht stehen lassen und suchte das Gespräch mit der BezirksRundschau.

Die Zahlen, die aus der Onlineplattform www.gemeindefinanzen.at stamen sollen, sind zwar Straßl zufolge korrekt – "sie legen aber ein völlig falsches Bild dar", möchte der Bürgermeister klarstellen. Die Schulen sind in dem Bericht mit 9,8 Millionen Euro angebene. "Davon abgesehen, dass wir den Schuldenstand im Vorjahr um 900.000 Euro senken konnten, stammen 98 Prozent davon – also 8,8 Millionen Euro – aus dem Kanal- und Wasserleitungsbau seit den 90er-Jahren, und dieser wurde uns vorgegeben." Die Gemeindeschulden an sich beziffert Straßl mit 200.510 Euro – "und diese kommen aus der Sanierung der Neuen Mittelschule, des Kindergartens und des Friedhofs", schildert er.

"Einige Gemeinden haben Kanal und Wasser ausgelagert oder arbeiten mit anderen Kommunen zusammen. Deshalb scheinen die Kosten bei den einen auf, bei den anderen nicht."

Hans Hingsamer, Gemeindebundpräsident

Auch Hans Hingsamer, Gemeindebundpräsident und Ortschef in Eggerding sagt: "Einige Bürgermeister haben sich bei mir gemeldet, weil die Zahlen in dem genannten Artikel unreflektiert übernommen wurden. "Einige Gemeinden haben Kanal und Wasser aber ausgelagert oder arbeiten mit anderen Kommunen zusammen. Deshalb scheinen sie Kosten bei den einen auf, bei den anderen nicht." Die Zahlen aus dem Online-Portal seien zwar an sich korrekt, dürfen aber laut Hingsamer nicht ohne sie genauer zu betrachten als Verschuldung definiert werden.

"Mir geht es darum zu zeigen, dass wir nicht mit dem Geld urassen, sondern es für die Bevölkerung einsetzen." Das zeige der aktuelle Voranschlag des Gemeindebudgets für 2018: Kopfing möchte heuer mit einem Abgang von 15.000 Euro auskommen. Straßls Ziel: "Im nächsten Jahr ausgeglichen budgetieren – quasi eine schwarze Null." Mehr dazu hier.

Zur Sache: Gemeindefinanzen.at

Auf der Online-Plattform www.gemeindefinanzen.at können Sie den Haushalt jeder österreichischen Gemeinde betrachten. Die Daten, die Statistik Austria in dieser Plattform zusammenfasst, sind die Rechnungsabschlüsse der Gemeinden aus dem Jahr 2016. Das Haushaltsjahr 2017 ist noch nicht abgerechnet.

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