Interview
Wann ist Herr Brückl zufrieden?

Brückls Wahltag ist ein unspektakulärer, wie er sagt.
  • Brückls Wahltag ist ein unspektakulärer, wie er sagt.
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  • hochgeladen von David Ebner

FPÖ-Bezirksparteiobmann Hermann Brückl stellt sich vor der Wahl nochmals für ein Interview zur Verfügung.

BEZIRK (ebd). Darin spricht der FPÖ-Bezirkschef über Veränderungen, wie er den Wahltag verbringen wird und darüber, was ihm Kraft gibt.

Herr Brückl, wie bereiten Sie sich auf den Wahlendspurt vor?
Brückl:
Wahlkampfzeiten sind immer besonders fordernde Zeiten. Da musst du nicht nur geistig, sondern auch körperlich fit sein. Ich laufe gerne mal eine Runde in Schärding entlang des Inns oder gehe wandern. Da bekommt man den Kopf frei und hat Zeit sich Gedanken über die bevorstehende Wahl zu machen, was noch zu organisieren oder vorzubereiten ist. Am letzten Augustwochenende war ich mit Freunden noch drei Tage in Kärnten wandern, um Kraft zu tanken.

Die wievielte Wahl ist das für Sie eigentlich?
Das kann ich heute nicht mehr sagen. Ich bin seit nunmehr 31 Jahren politisch aktiv und da schlägt man schon die eine oder andere Wahl. Das erste Mal für den Nationalrat kandidiert habe ich, soweit mir das in Erinnerung ist, im Jahr 1994.

Der Nationalrat ist Ihnen ja so gut wie sicher. Bleibt auch auf Bezirksebene alles beim Alten?
In nächster Zeit wird sich personell sicher nichts ändern. Wir haben eine ganz tolle Mannschaft. Mit unserem Bundesrat Thomas Schererbauer, der ja auch ein außergewöhnliches sportliches und vor allem soziales Engagement an den Tag legt, mit unserem Vizebürgermeister aus St. Florian Harald Wintersteiger, der eine hohe kommunalpolitische Kompetenz aufweist und mit Marianne Hacker, die vor allem im Bereich der Frauenpolitik viel Erfahrung hat, sind wir bestens für die nächsten Jahre aufgestellt. Aber ich muss auch unsere Fraktionen in den Gemeinderäten und die Ortsgruppen erwähnen, die hervorragende Arbeit in den Gemeinden leisten. Wir sind im Bezirk Schärding wirklich hervorragend organisiert.

Auf welche Wahlveranstaltung freuen Sie sich ganz besonders?
Die ist schon gelaufen. Das war die Schifffahrt am Inn an der unter anderem unser Volksanwalt  Walter Rosenkranz, mein Klubobmann im Nationalratsklub Herbert Kickl und unser Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner teilgenommen haben. Das war eine etwas andere, eine besondere Art des Wahlkampfes.

Wie werden Sie eigentlich den Wahltag verbringen?
Der Wahltag läuft bei mir fast immer gleich und eher unspektakulär ab. Vormittags werde ich in mein Wahllokal in Andorf wählen gehen, dann fahre ich nach Schärding in unsere Bezirksgeschäftsstelle und am Abend treffe ich mich noch mit ein paar Mitstreitern in meiner Heimatgemeinde Andorf. Da wird dann der Wahlausgang besprochen und wir diskutieren darüber wo und wie der Wahlkampf für uns gut und weniger gut gelaufen ist.

Bei welchem Ergebnis wird Hermann Brückl zufrieden sein?
Seit dem ich politisch aktiv bin, hat mir noch jeder Politikberater empfohlen, keine Zahlen zu nennen. Doch ich denke die Bürger dürfen ruhig wissen wie man denkt und welche Ziele man sich steckt. Deshalb mache ich auch kein Hehl daraus, dass ich mir auf Bundesebene ein Ergebnis klar über 20 Prozent wünsche. Im Wahlkreis Innviertel und im Bezirk Schärding müssten schon mindestens 25 Prozent für uns Freiheitliche möglich sein.

Sie machen keinen Hehl daraus, dass der einzige Koalitionspartner nur die ÖVP sein kann. Welche drei Sätze würden Sie gerne Sebastian Kurz mal unter vier Augen sagen?
Jemandem etwas über die Medien auszurichten ist nicht meine Zugang zur Politik. Daher formuliere ich das so: die Koalition zwischen ÖVP und FPÖ hat in den vergangenen fast zwei Jahren sehr gut funktioniert, es war eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, auch der zwischenmenschliche Kontakte wurde gepflegt. Notwendige und wichtige Reformen im Sinne unseres Landes konnten durchgeführt werden und der überwiegende Teil der Bürger war mit unserer Arbeit zufrieden. Daher sollte diese Reformpolitik fortgesetzt werden.

Wie stehen Sie zu einer politischen Rückkehr von HC Strache?
Die Politik hat mir gelehrt, dass man niemals nie sagen sollte. Die Zeit wird zeigen, ob und wie eine Rückkehr von HC Strache möglich sein kann. Ihn zu verteufeln, weil er einen Fehler gemacht hat, ist nicht meine Art, denn er hat auch über Jahrzehnte hinweg sehr viel für unsere Freiheitliche Partei geleistet. Das darf man in all den Diskussionen nicht ausblenden. Und auch wenn man uns Freiheitliche schon oft abgeschrieben hat, wir haben noch einen langen Weg vor uns. Unser Land, unsere Heimat ist einfach zu schön und zu liebens- und lebenswert, als dass man aufhören könnte, für sie und die Menschen zu arbeiten.

Autor:

David Ebner aus Schärding

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