Ideenwettbewerb "120 Sekunden": Wer hat's erfunden? Du!

Andreas Weichselberger und Lukas Unterwaditzer (re.) mit ihrem Rollensorter, der Packerl in die richtige Richtung lenkt.
3Bilder
  • Andreas Weichselberger und Lukas Unterwaditzer (re.) mit ihrem Rollensorter, der Packerl in die richtige Richtung lenkt.
  • Foto: Weichselberger
  • hochgeladen von Kathrin Schwendinger

BEZIRK SCHÄRDING (ska). "120 Sekunden", das ist eine Aktion der BezirksRundschau, die den findigen Köpfen des Landes eine ganz besondere Chance bietet: Sie können Ihre Idee für ein Produkt oder eine Dienstleistung einer fachkundigen Jury aus Wirtschaftsexperten präsentieren – und zwar in zwei Minuten, also 120 Sekunden. Wer es beim regionalen Casting schafft, die Jury zu überzeugen, bekommt ein Ticket in die nächste Runde – dem Finale in der voestalpine-Stahlwelt. Dort wird schließlich die beste Erfindung Oberösterreichs gekürt. Mehr zum Bewerb unten.

Zwei junge Tüftler, die ihr Glück bei der 120-Sekunden-Aktion versuchen, sind Thomas Mayer aus Schardenberg und Clemens Maier aus Andorf. Die beiden Schüler sind im Maturajahrgang der Höheren Technischen Lehranstalt "Andorf Technology School" und haben es geschafft, eine sogenannte Ausgleichsrolle für die Schwertransportindustrie zu optimieren. Heißt? Die Vorrichtung, mit der Betonelemente für den Wandbau vom Lkw zur Baustelle gehoben werden, ist sicherer und spart einiges an Zeit. "Bisher wurde ein solche Ausgleichsrolle mit einem Seilzug betrieben", erklärt Thomas Mayer. "Unsere mit Funk". So müsse nun niemand mehr darunter stehen und an dem Seil ziehen. Außerdem läuft die Vorrichtung der HTL-Schüler mit einem Motor. "So sind Schwerlasten bis zu 16 Tonnen möglich. Bisher waren es 12", ergänzt Clemens Maier. Das Projekt haben die Schüler in Auftrag der Kran-Firma Mitterhauser ausgearbeitet.

Ihre Klassenkameraden Andreas Weichselberger aus Andorf und Lukas Unterwaditzer aus Enzenkirchen möchten ebenfalls die 120 Sekunden-Jury überzeugen. Die HTL-Schüler haben einen "Rollensorter" entwickelt. "Das ist ein Gerät, mit dem etwa bei der Post oder bei anderen Logistikunternehmen Pakete schnell und einfach sortiert werden können", beschreibt Andreas Weichselberger. "Die Anlage schickt die Pakete, die vom Förderband kommen, sofort in die richtige Richtung – und das mit einer Geschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde." Die Firma Siba in St. Willibald hat die Schüler die Entwicklung eines solchen Rollensorters ins Boot geholt. Bisher hat der Betrieb, der Anlagen für Fördertechnik entwickelt und fertigt, ein derartiges Gerät zugekauft. "Unser Rollensorter soll auf jeden Fall konkurrenzfähig mit dem Ankaufteil sein", beschreibt Lukas Unterwaditzer.

"Fredi" wagte es 2017 in 120 Sekunden

Im Vorjahr haben zwei Aegidinger ihr Glück beim Ideenwettbewerb "120 Sekunden" versucht: Harald Mayr und Thomas Fischer entwickelten "Fredi", eine Software, die es Vereinen erleichtert, ihre Veranstaltungen zu organisieren. Hier mehr dazu.
Die beiden IT-Tüftler haben es zwar nicht ins Finale geschafft, profitierten aber dennoch durch die Aktion: "Im Zuge der 120 Sekunden konnten wir Fredi erstmals der Öffentlichkeit präsentieren", sagt Thomas Fischer. "Wir haben zahlreiches, positives Feedback von anderen Teilnehmern und der Öffentlichkeit erhalten." Fredi konnte in der Zwischenzeit um einige Funktionen erweitert werden. So ist er nicht mehr nur eine Plattform zur Veranstaltungsorganisation, sondern dient vielen Vereinen als kostenloses Mitgliederverwaltungssystem.

"Kreative Köpfe, die neue Produkte entwickeln, kann man nicht genug haben."

Doris Hummer, WKOÖ-Präsidentin

Dass ganz Oberösterreich von einer Aktion wie dieser profitiert, dessen ist sich Wirtschaftslandesrat Michael Strugl sicher, der den Ideenwettbewerb unterstützt: "Neue Geschäftsideen sind unverzichtbar und bringen eine Blutauffrischung für die Wirtschaft", sagt er. Wirtschaftskammer-Präsidentin Doris Hummer ergänzt: "Kreative Köpfe, die neue Produkte entwickeln, kann man nicht genug haben."

Und auch die weiteren Partner der 120 Sekunden-Aktion schätzen den Bewerb sehr: Volksbank-Vorstand Andreas Pirkelbauer etwa sagt: "Den Sprung in die Selbstständigkeit zu erleichtern, ist das was unsere Wirtschaft braucht."  Eccontis-Geschäftsführer Michael Nösslböck ist sich sicher: "Innovationen leisten einen Beitrag zu Wirtschaftswachstum, Arbeitsplatzqualität und Wohlstand."

Sie haben eine tolle Idee für ein Produkt oder eine Dienstleistung?

Dann melden Sie sich jetzt zum Ideen-Casting der BezirksRundschau an und überzeugen Sie unsere Jury – denn wir suchen die beste Geschäftsidee 2018. In 120 Sekunden sind Sie entweder raus oder einen Schritt weiter zum großen Finale am Mittwoch, 4. April in Linz. Dort haben Sie die Chance, aus Ihrer Idee ein echtes Geschäft zu machen. Den Siegern winken Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro.

Castingtermine fürs Innviertel sind am Dienstag, 6. März in der Wirtschaftskammer Ried (Dr.-Thomas-Senn-Straße 10) und am Dienstag, 20. März in der WKO Grieskirchen (Manglburg 20). Beginn: jeweils 18 Uhr.

Anmeldeschluss ist immer einen Tag vor dem Casting-Termin. Anmeldung online unter: meinbezirk.at/120sekunden-ooe

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen