Arbeitsmarkt Schärding
Schärdinger Wirtschaft fehlen Facharbeiter – fast 600 Stellen frei

Vor allem in der Metall- und Elektrobranche fehlen im Bezirk Schärding Fachkräfte, merkt AMS-Chef Harald Slaby an. Aber auch in anderen Sparten sind qualifizierte Mitarbeiter rar. Mit Stand Ende Mai 2019 fehlen im Bezirk rund 600 Facharbeiter.
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  • Vor allem in der Metall- und Elektrobranche fehlen im Bezirk Schärding Fachkräfte, merkt AMS-Chef Harald Slaby an. Aber auch in anderen Sparten sind qualifizierte Mitarbeiter rar. Mit Stand Ende Mai 2019 fehlen im Bezirk rund 600 Facharbeiter.
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BEZIRK SCHÄRDING. "Die Bedürfnisse der Wirtschaft in der Region Schärding sind im Prinzip auf einen einfacher Nenner gebracht: Die Unternehmen brauchen Facharbeiter, Facharbeiter, Facharbeiter", bringt es Schärdings AMS-Leiter Harald Slaby auf den Punkt. Aktuell seien von den heimischen Betrieben fast 600 Stellen zur sofortigen Besetzung ausgeschrieben, informiert er und fügt hinzu: "Zahlenmäßig am intensivsten werden dabei Fachkräfte mit Metall- oder Elektroausbildung, Fachkräfte am Bau, in der Gastronomie, im Handel und im Bürobereich gesucht." 

Mehr Pensionierungen als Berufsanfänger

Und die Situation wird sich in den nächsten Jahren kaum ändern, schätzen Slaby und auch Alois Ellmer, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Schärding. Eher im Gegenteil. "Unsere Unternehmen müssen sich auf eine Verschärfung des Fachkräftemangels einstellen – allein aus demografischen Gründen. Denn ab 2019 scheiden mehr Personen durch Pensionierung auf dem Berufsleben aus, als Jugendliche in einen einsteigen. Die geschätzte Entwicklung im Bezirk wird bis 2030 ein Minus von 8,9 Prozent ergeben", sagt Ellmer.
Slaby pflichtet ihm bei: Es gebe in vielen Berufssparten schon jetzt mehr offene Stellen als vorgemerkte Arbeitssuchende. Dabei schränken verschiedene Parameter das Bewerberpotential für die Firmen noch zusätzlich ein – wie etwa die Lage des Unternehmens, die Arbeitszeiten, mangelnde Kinderbetreuung oder Mobilität. "Oft suchen Firmen außerdem noch immer nach dem gängigen Ideal der '25- bis 45-Jährigen gut ausgebildeten Fachkraft ohne Vermittlungseinschränkungen'", kritisiert Slaby. 

Firmen müssen um Fachkräfte buhlen

Ein Umdenken der heimischen Unternehmen sei zwangsläufig notwendig – und ein Verbessern der Rahmenbedingungen. Dies geschehe aktuell auch schon auf verschiedenen Ebenen, merkt Ellmer an. Und Slaby konkretisiert: "Wir versuchen bereits jetzt durch attraktive Angebote und Dienstleistungen mitzuhelfen, den Fachkräftemangel ein wenig zu lindern. Neben der direkten Vermittlung von Lehrstellen- und Arbeitssuchenden an die Betriebe, fördern wir die Lehrausbildung von benachteiligten Jugendlichen sowie die Lehrausbildung von Mädchen in Berufen mit geringem Frauenanteil."
Außerdem unterstützt das AMS die Lehrausbildung von AHS-Maturanten und trägt mit der "Lehrstellenförderung 18plus" zur Fachqualifizierung von Anlernkräften bei. Abschließend merkt Sklaby an: "Nicht wenige Fachausbildungen werden erst durch die finanzielle Unterstützung des AMS im Rahmen des Fachkräftestipendiums sowie während der Bildungskarenz möglich."

Vor allem in der Metall- und Elektrobranche fehlen im Bezirk Schärding Fachkräfte, merkt AMS-Chef Harald Slaby an. Aber auch in anderen Sparten sind qualifizierte Mitarbeiter rar. Mit Stand Ende Mai 2019 fehlen im Bezirk rund 600 Facharbeiter.
Harald Slaby, Schärdings AMS-Leiter.

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