Arbeiten im Ausland
Wenn eine Andorferin zur "Alicanterin" wird

Alexandra Mayr aus Andorf ist vor 15 Jahren nach Spanien ausgewandert und hat dort eine Familie gegründet.
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  • Alexandra Mayr aus Andorf ist vor 15 Jahren nach Spanien ausgewandert und hat dort eine Familie gegründet.
  • Foto: Sergio Santana Fotografía
  • hochgeladen von Melanie Bachmayer

ANDORF. Die Hafenstadt Alicante, an der Costa Blanca in Spanien gelegen, ist bei Urlaubern ein beliebtes Ziel. Alexandra Mayr aus Andorf bezeichnet diesen Ort, der circa 330.000 Einwohner zählt, nun seit mittlerweile 15 Jahren als ihre Heimat. Damals wollte die heute 36-Jährige Andorf und Kufstein, wo sie an der Fachhochschule “International Business Studies“ studierte, nur für ein Jahr gegen Spanien austauschen. Im Zuge des Erasmus-Programms machte sie daher ein Auslandsjahr und begann im Laufe der zwei Semester zu überlegen, ob daraus nicht ein längerer Aufenthalt werden könnte.

Die Karrieretreppe hinauf

Schon an der FH in Kufstein erfolgreiche Studentin, stellte sie ihren Ehrgeiz auch an der Universität in Alicante unter Beweis und beeindruckte ihre Professoren. Schließlich wurde ihr am Ende des Semesters ein Praktikum an der Universität angeboten. Dort arbeitete sie im Büro für internationale Hochschulprojekte. "Wenn man im Ausland bleibt, ist es meistens wegen der Arbeit oder weil man jemanden kennenlernt – bei mir hat beides gepasst", erinnert sie sich schmunzelnd zurück. Nach dem Praktikum konnte sie auch weiter an der Uni arbeiten, schrieb von Spanien aus ihre Magisterarbeit und kam am Ende noch einmal für ihre Abschlussprüfung nach Kufstein. Danach begann für Alexandra Mayr in Spanien eine abwechslungsreiche Karriere: noch fast weitere zehn Jahre blieb sie an der Universität und bereiste dabei alle ein bis zwei Wochen andere Länder, von Russland über Südafrika bis nach Jamaica. Heute ist sie beim Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum angestellt, das EU-weit für die Registrierung von Marken und Designs zuständig ist. Durchaus schicksalhaft erscheint es deshalb, dass ihr Geburtstag am 9. Mai gleichzeitig auch Europatag ist.

Das spanische Lebensgefühl

Nach der Arbeit verbringt Alexandra Mayr Zeit mit ihrer Familie. 2017 hat sie einen Spanier geheiratet und sie haben zwei Töchter, die dreisprachig erzogen werden – in Spanisch, Deutsch und Innviertler Mundart. Auf die Frage hin, welche Unterschiede am Anfang für sie besonders markant waren, weiß sie sofort eine Antwort: "In Spanien beginnt der Tag halt zwei Stunden später." Besonders spannend war außerdem die Wohnungssuche über Inserate zu Beginn ihres ersten Semesters in Spanien, bei der sie sofort ihre Spanischkenntnisse am Telefon mit potenziellen Vermietern unter Beweis stellen musste. Heute spricht sie fließend Spanisch, isst liebend gerne Tapas und schätzt die Fröhlichkeit und Offenheit der Südländer. Im Laufe ihres Aufenthalts lernte sie allerdings auch schon Schattenseiten Spaniens kennen – während ihrer Schwangerschaften merkte sie, dass man als berufstätige Mutter in Österreich deutlich besser geschützt ist.
Die gebürtige Andorferin kann sich durchaus vorstellen, wieder in ihre alte Heimat zurückzukommen. Sie erklärt: "Für die Kinder würde ich es mir wünschen, dass sie 'mal ein paar Jahre hier verbringen könnten." Bis dahin besuchen sie und ihre Familie die österreichische Verwandtschaft zwei- bis dreimal im Jahr – Weihnachten ist ein Fixtermin – und genießen das Beste aus beiden Ländern.

Alexandra Mayr aus Andorf ist vor 15 Jahren nach Spanien ausgewandert und hat dort eine Familie gegründet.
Alexandra Mayr aus Andorf ist vor 15 Jahren nach Spanien ausgewandert und hat dort eine Familie gegründet.
Autor:

Susanne Straif aus Schärding

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