27.11.2017, 14:29 Uhr

Geburtshilfe: Homöopathie hat in Schärdings Kreißsäle Einzug gehalten

"Um Frauen während der Geburt Erleichterung zu verschaffen, hat die Homöopathie zu Recht in vielen Kreißsälen Einzug gefunden", sagt Bianca Ebetshuber, Hebamme am Landeskrankenhaus Schärding. (Foto: gespag)

Die Hebammen am Landeskrankenhaus Schärding haben bereits viel Erfahrung gesammelt in Homöopathie, Aromatherapie und Akupunktur.

SCHÄRDING. „Einigen homöopathischen Mitteln wird eine positive und hilfreiche Wirkung während des Geburtsgeschehens zugeschrieben“, erklärt Bianca Ebetshuber, Hebamme am LKH Schärding. Nach entsprechender Aus- und Fortbildung können Hebammen durch genaues Beobachten und Sammeln von Symptomen sowie durch eine sorgfältige Auswahl der richtigen homöopathischen Arznei, die Schmerzverarbeitung und den Geburtsverlauf positiv beeinflussen.

Homoöpathie sieht Körper, Geist und Seele als Gesamtbild des Organismus

"Dabei ist festzuhalten, dass Homöopathie sehr individuell ist und Schmerzlinderung ein Nebeneffekt der Behandlung sein kann", erklärt Ebetshuber. Homöopathische Arzneien finden nicht nur in der Geburtsbegleitung Anwendung, um Wehen zu stimulieren und zu regulieren, sondern können ihr zufolge auch im Wochenbett zur Wundheilung sowie beim Stillen unterstützend eingesetzt werden.


Aromatherapie: Anwendung von ätherischen Ölen

Die Aromatherapie kann mit ihren Duftstoffen auf sanfte Art und Weise den Hormonhaushalt regulieren und so bei der Geburt Entspannung fördern sowie die Gesamtatmosphäre positiv beeinflussen. Durch die Zuwendung einer Massage für die Gebärende etwa am Kreuzbein, durch den Partner oder die Hebamme, wird dies noch unterstützt. „Auch klassisch über eine Duftlampe oder als Badezusatz können ätherische Öle ihre Wirkung entfalten“, erklärt die Expertin. Dabei werde durch das Einatmen aromatischer Öle die Stimmung positiv beeinflusst und die Freisetzung von Endorphinen angeregt, die zur körpereigenen Schmerzabwehr zählen.

Akupunktur: Eine Anwendung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

"In der Schwangerschaft wird Akupunktur immer häufiger zur Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden und als geburtsvorbereitende Akupunktur angewendet, da in dieser sensiblen Phase viele Medikamente nicht verwendet werden dürfen", erklärt die Hebamme. Dabei werden feinste Nadeln in genau festgelegte Punkte am Körper gestochen. Insbesondere bei Übelkeit/Erbrechen, Rückenschmerzen, Wassereinlagerungen und dergleichen können mit Akupunktur, sanft und ohne Nebenwirkungen, schwangerschaftsbedingte Beschwerden gelindert werden, wie Ebetshuber erklärt. Auch während der Geburt könne positiv auf den Geburtsfortschritt eingewirkt werden. Seit Jahren werde die Akupunktur erfolgreich zur Geburtsvorbereitung eingesetzt. Studien belegen, dass sich dadurch die Geburtsdauer deutlich verkürzen kann.

Ab der 36. Schwangerschaftswoche kann die geburtsvorbereitende Akupunktur von geschulten Ärzten sowie Hebammen am LKH Schärding durchgeführt werden, auch zur Linderung von Beschwerden, unabhängig von der Schwangerschaftswoche, ist dies möglich. Termine können in der gynäkologischen Ambulanz, unter der Telefonnummer 05 055478-23730 vereinbart werden.
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