09.10.2017, 11:00 Uhr

Das KAT-Lager in Schärding ist ab sofort einsatzbereit

(Foto: Stadtgemeinde Schärding)

Bei der Eröffnung des Katastrophenschutzlagers in der Passauer Straße am Samstag, 7. Oktober haben die Feuerwehren das Gebäude samt Equipment der Öffentlichkeit präsentiert.

SCHÄRDING.  Die Hochwässer 2002 und 2013 haben gezeigt: Beim Sandsackmanagement besteht Verbesserungsbedarf. Deshalb haben sich die vier Gemeinden Schärding, Neuhaus am Inn, Brunnenthal und St. Florian am Inn das gemeinsame Katastrophenschutzlager mit Sandsäcken errichtet.

Das rund € 1,4 Millionen teure Projekt wurde im September fertig gestellt. Bereits jetzt sind 120 Einsatzkräfte der sieben Feuerwehren darauf eingeschult. Ab sofort sind im Lager rund 30.000 Sandsäcke gelagert. Zum Vergleich: Bei einem großen Hochwasser werden alleine in Schärding rund 15.000 Sandsäcke benötigt.  6.000 sind bereits gefüllt und in Gitterboxen transportfähig gelagert. Das Lager ist auch dafür ausgelegt, dass im Einsatzfall die leeren Sandsäcke mittels eigener Sandsackfüllmaschine gefüllt werden. Für die Logistik kann im Bereich des Lagers bei Hochbetrieb ein Einbahnsystem errichtet werden.

Zusätzlich sind auch die Hochwasserschutzelemente der Stadt Schärding und weitere Utensilien für den Schärdinger Katastrophenschutz gelagert.

Die Finanzierung erfolgt – aufgeteilt nach der Nutzfläche – durch die beteiligten Gemeinden, das Land Oberösterreich und den Bund. Einen wesentlichen Beitrag zum Sandsackbereich leistet auch die Europäische Union durch den Interreg-Fördertopf. 430.000 Euro an EU-Mitteln sind vorgesehen.

„Unsere Bevölkerung braucht im Ernstfall – sowohl bei Starkregen als auch bei Hochwasser – rasche Hilfe und diese kann mit der Inbetriebnahme dieses gemeindeübergreifenden Lagers besser gewährleistet werden. Unsere sieben Feuerwehren können im Ernstfall ohne Zeitverzögerung einschreiten, wenn das Wasser Wohnhäuser, aber auch Firmenareale bedroht,“ sind sich die Bürgermeister Roland Wohlmuth (Brunnenthal), Josef Schifferer (1. Bürgermeister der Gemeinde Neuhaus), Bernhard Brait (St. Florian) und Franz Angerer (Schärding) einig.
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