11.09.2014, 20:41 Uhr

Esternbergerin kämpft für spanische Straßenhunde

(Foto: Ruhmanseder)

Sie werden mit Benzin übergossen, mit Knüppeln erschlagen oder mit Gift qualvöll getötet – Spenden müssen her.

ESTERNBERG (kpr). "Hunde sind in Spanien oftmals nichts wert", weiß die Esternbergerin Claudia Ruhmanseder. Die ausgebildete Hundetrainerin war nun schon zweimal in der spanischen Stadt Jumilla, um zu helfen und sich ein Bild von den Zuständen der Straßenhunde zu machen. Und diese sind alles andere als rosig: "Die Zwinger in den Tierheimen sind überfüllt", erzählt Ruhmanseder. "Es gäbe immer noch mehr Hunde aufzunehmen. Aber sind es mehr als 120, werden die Überzähligen auf brutalste Weise getötet", schildert sie.

Gemeinsam mit Kolleginnen vom Verein "Pfotennot EV" leistet sie Aufklärungsarbeit: "Wir haben aggressive Hunde trainiert und Schulungen unter anderem mit Kindern abgehalten." Zudem werden in einem Projekt ängstliche Hunde, die nicht an die Außenwelt gewöhnt sind, einige Zeit an Leute abgegeben. "Diese Personen werden dafür entsprechend geschult", erklärt Ruhmanseder. Ihre Arbeit soll helfen, die Tiere zu vermitteln. Die Hundetrainerin ist sich allerdings bewusst: "Zuerst müssen wir den Leuten Respekt lehren vor den Tieren."

Auch zu Hause endet für Ruhmanseder die Hilfsarbeit nicht. "In Österreich bin ich die Anlaufstelle. Ich hole Hunde her und vermittle sie weiter." Erst im Frühjahr lebte Pflegehündin Maly bei der Hundetrainerin in Esternberg. Nach nur drei Wochen zog sie zu einer geeigenten Familie. "Mir ist wichtig, die Hunde nicht irgendwohin zu vermitteln. Der Platz muss passen", erklärt Ruhmanseder.

Nun startet sie ein weiteres Projekt, um das Tierheim in Jumilla zu unterstützen. Denn während ihrer Arbeit wurde der Hundetrainerin klar: "Mit Schulungen alleine ist es nicht getan. Was sie brauchen ist vor allem eines: Geld. Denn Tierarztkosten übersteigen die finanziellen Mittel der Heime." Mit einer Benefizlesung sollen nun Spenden gesammelt werden. Unterstützt wird Ruhmanseder dabei von drei Dichterinnen aus dem Bezirk Ried.

Lesung in Esternberg
Die heitere Lesung "Nicht alles ist eine Viecherei" samt Tombola findet am 14. September um 15 Uhr im Gasthaus Kirchenwirt in Esternberg statt – mit dabei sind Monika Krautgartner, Gabi Grausgruber und Ingrid Romberger. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter claudia@weggefaehrten.at oder 0664/3440064.
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