19.08.2016, 08:04 Uhr

Gyrokopter stürzt ab: Pilot schwer verletzt

Das kurze, aber starke Unwetter gestern Nachmittag wurde einem Hubschrauberpiloten in St. Marienkirchen zum Verhängnis. Der 62-Jährige wurde schwer verletzt.

ST. MARIENKIRCHEN. Der plötzlich eintretende starke Regen gestern Nachmittag, 16 Uhr, dürfte den Piloten überrascht haben. Der 62-Jährige aus dem Bezirk Braunau stürzte mit seinem Gyrokopter (Anm d. Red.: Ein Tragschrauber, der in der Funktion einem Hubschrauber ähnelt) ab, krachte auf ein Gebäude und wurde schwer verletzt.

Wie die Polizei mitteilt, flog der 62-Jährige gemeinsam mit einem 63-Jährigen, ebenfalls aus dem Bezirk Braunau, von Reichersberg Richtung Suben. Etwa 1,8 Meilen vor dem Flugplatz in der Ortschaft Bodenhofen, Gemeinde St. Marienkirchen, geriet der Gyrokopter in eine Schlechtwetterfront. Der starke Regen drückte das Fluggerät zu Boden. Der Pilot verlor die Kontrolle. Das Fahrwerk des Gyrokopters kollodierte mit dem Dach eines landwirtschaftlichen Gebäudes. Durch den Aufprall wurde das Fahrwerk abgerissen und das Fluggerät krachte auf ein Feld.

Der 62-Jährige erlitt bei dem Absturz schwere Verletzungen. Mit dem Notarzthubschrauber Christopherus Europa 3 wurde er ins Krankenhaus Ried im Innkreis geflogen. Der 63-Jährige, der ebenfalls mit an Bord war, wurde leicht verletzt und mit der Rettung ins Krankenhaus Schärding gebracht.

Weil durch den Absturz Öl aus dem Gyrokopter ausgetreten war, wurde die Freiwillige Feuerwehr Hub zum Unfallort alarmiert. Ein Teil des Treibstoffs war laut Wolfgang Dullinger, stellvertretender Kommandant der FF Hub, bereits im Erdreich versichert. Deshalb musste eine Baufirma angefordert werden, die die verschmutzte Erde mit einem Bagger entfernte. Die Feuerwehr unterstützte zudem das Abschleppunternehmen, das den Gyrokopter zurück zum Flughafen Suben brachte.

Fotos: FF Hub
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