24.10.2017, 19:00 Uhr

Wernsteiner ist als 'Polizeibär' im Einsatz

Im Kostüm des Polizeibären steckt der Wernsteiner Kurt Süss. Und das für einen guten Zweck. (Foto: Polizei OÖ/Diertich)

Kinder-Sicherheitsvideo der Polizei OÖ. sorgt für Furore. Im Mittelpunkt steht ein Bär – aus Wernstein.

WERNSTEIN, LINZ (ebd). Fast 17.000 Mal ist das seit 10. September online gestellte Sicherheitsvideo mit dem Titel "Mit Tommys Tipps sicher in die Schule" der Landespolizei Oberösterreich bereits geschaut worden. In dem 38 Sekunden langen Video gibt's für Kinder Tipps für einen sicheren Schulweg. "Hauptakteur" des Clips ist Polizeibär "Tommy" als Schülerlotse. Was die meisten allerdings nicht wissen: In dem Kostüm steckt der Polizist Kurt Süss aus Wernstein – und das nicht zufällig, wie er zur BezirksRundschau sagt: "Die ganze Sache ist aus der Kinderpolizei heraus entstanden. Die mache ich in Oberösterreich fast schon zwei Jahrzehnte. Und da wir für den Videoclip jemanden gebraucht haben, hab ich das eben übernommen." Wie Süss sagt, kommt der Polzeibär sonst nur bei ausgesuchten Großveranstaltungen zum Einsatz.

Bär ist eigentlich "Tiroler"

Dabei handelt es sich bei dem Polizeibär um eine waschechten Tiroler, wie der Wernsteiner Polizeibeamte verrät. "Wir haben uns das Kostüm aus Tirol geborgt, weil wir in Oberösterreich noch kein eigenes haben." Auf die Frage, ob der Polizeibär auch einmal in Schärding zu sehen sein wird, meinte Süss: "Das kann durchaus einmal sein. Aber für übliche Kinderpolizeiveranstaltungen wäre das viel zu aufwendig. Außerdem sollte der Einsatz des Polizeibären eine Rarität sein, damit er etwas Besonderes bleibt." Das Bärenkostüm zu tragen sei zudem alles andere als ein Honiglecken, wie der Polizeibeamte erläutert: "Weil es darin fürchterlich heiß ist und man schwer Luft bekommt. Aber es dient ja einer guten Sache und es ein schönes Gefühl, wenn man sieht, wie die Kinder reagieren, wenn der Bär auftaucht." Auch bei seinen beiden eigenen Kindern? "Nein, weil die mit 18 und 20 Jahren schon aus diesem Alter raus sind", so Süss. Das seit 1. Oktober in Kraft getretene Verhüllungsverbot gilt für den Polizeibär allerdings nicht, wie der Pressesprecher des Landespolizeikommandos, David Furtner, der BezirksRundschau gegenüber verrät.

Kein Verhüllungsverbot

"Als gelernter Österreicher kennt man das. Ein Gesetz wird im Parlament beschlossen, einige wenige sehen einen Skandal darin und mobilisieren. Die Polizei darf es 'ausbaden'. Bis dato gibt es mit dem Gesetz und seiner Anwendung keine Probleme in Oberösterreich. Polizeibär Tommy fällt ganz sicher nicht unter das Gesetz – die Ausnahme sind unter anderem Brauchtum wie Fasching, Halloween, Glöcklerlauf, künstlerische Darstellung und Berufsausübung. Die beiden letzten fallen auf Tommy", so Furtner. Nachsatz: "Wir erwarten auch am 6. Dezember keine Probleme, Festnahmen oder sonstiges."
Zum Polizeibär-Video geht's hier
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