07.06.2017, 18:30 Uhr

"Ab und zu hänge ich mich da auch noch rauf"

Langzeitobmann Johann Stahr freut sich aufs Jubiläumsfest.

Seit der Gründung des ÖTB Brunnenthal 1977 ist Johann Stahr Obmann – doch der Abschied naht.

BRUNNENTHAL. Im Interview spricht der Langzeitobmann über das bevorstehende Jubiläumsfest, wie er sich solange fit halten konnte und weshalb dennoch der Abschied naht.

Herr Stahr, Sie sind seit Gründung des ÖTB Brunnenthal vor 40 Jahren Obmann. Das ist wohl einmalig im Land.
Das kann schon sein.

Warum so lange? Fehlte es an Nachfolgern?
Es hat nie jemand gesagt, dass ich gehen soll (lacht). Nein im Ernst: Es ist halt sehr gut gelaufen und immer eine gute Gemeinschaft gewesen. Für mich ist das eine Bereicherung für mein Leben. Aber es neigt sich nun seinem Ende zu.

Also hören Sie auf?
Ich werde bei der nächsten Jahreshauptversammlung im Jänner 2018 definitiv nicht mehr zur Verfügung stehen. Das habe ich auch schon bei der letzten Versammlung gesagt. Deshalb haben wir vor zwei Jahren auch die Obmann-Stellvertreter auf fünf Personen aufgestockt.

"Was ist das wichtigste in so einer Funktion? Was muss ein Obmann können?
Vermitteln, denn die Gemeinschaft steht im Vordergrund. Man muss verbindend sein und die Aufgaben entsprechend verteilen. Im Grunde muss man ein Team sein.

In 40 Jahren ist bestimmt viel passiert. Gibt es einen persönlichen Höhepunkt?
Als wir 2006 ein eigenes Vereinsheim bekommen haben. Und natürlich, als wir vor rund 35 Jahren begonnen haben, einmal im Jahr mit den Bewohnern von Caritas St. Pius in Steegen einen Tag zu verbringen. Was bis heute so ist.

Wie ist es allgemein um den ÖTB Brunnenthal bestellt?
Wir haben zwischen 100 und 120 Mitglieder – das ist in den vergangenen Jahren ziemlich gleich geblieben. Aber es könnten etwa bei den Vorturnern immer mehr sein.

Keine Nachwuchssorgen?
Das ist immer so ein auf und ab. Unsere Mitgliederwerbung läuft im Grunde über unsere Mitglieder. Heuer nehmen wir aber auch zum ersten Mal am Ferienpass teil, um Kindern unseren Verein näher zu bringen.

Apropos Kinder. Gibt es eigentlich einen großen Unterschied zu den Kindern von vor 40 Jahren?
Man sieht schon, dass in Sachen Beweglichkeit bei einigen Kindern was abgeht. Deshalb versuchen wir auch auf spielerische Weise Freude an der Bewegung zu vermitteln.

Sind Sie selbst eigentlich auch noch als Turner im Einsatz.
Einmal wöchentlich. Es würde mir abgehen, wenn ich nicht gehen könnte.

Ihr Lieblingsturngerät?
Schon immer der Barren. Ab und zu hänge ich mich da auch noch rauf (lacht).

Und wie sieht es mit sportlichen Erfolgen aus?
Persönlich bin ich mal im Rahmen der Jahnwanderung im Dreikampf Erster geworden. Sonst treten wir als Verein an Bezirksveranstaltungen teil. Spitzensportler haben wir nicht. Wobei ich betonen möchte, dass bei uns nicht nur geturnt, sondern auch Leichtathletik und Volkstanz am Programm steht.

Zur Sache

Das 40-Jahr-Jubiläumsfest findet am Samstag, 10. Juni, ab 14 Uhr am Sportplatz statt. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm. Warme Küche gibt's von 17 bis 23 Uhr.

Alle Infos zum Jubiläumsfest gibt's hier
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