07.02.2018, 18:30 Uhr

Koller mit Feller, Matt und Co. zu Olympia

Physiotherapeut Johann Koller wird im Dienste des Österreichischen Skiverbands mit dem Slalomteam bei Olympia dabei sein. (Foto: ÖOC)

Esternberger Johann Koller ist als Physiotherapeut bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea dabei.

ESTERNBERG (ebd). Im Interview spricht der Esternberger, der als einziger aus dem Bezirk Schärding im ÖSV-Olympiakader dabei ist, über seinen beruflichen Höhepunkt, Erwartungen und Marcel Hirscher.

Herr Koller, bei Ihrem letzten Interview im März 2016 haben Sie als großes Ziel Olympia 2018 genannt. Nun sind Sie wirklich dabei – was sagen Sie dazu?

Koller: Auf dieses Ziel haben wir alle jahrelang hingearbeitet. Es ist quasi die Belohnung für die harte Arbeit mit den Athleten in den letzten Jahren.

Das ist ja Ihre erste Olympiateilnahme. Was erwarten Sie sich?
Es ist auf jeden Fall das Highlight meiner beruflichen Karriere. Ich war zwar schon einmal in Japan im Weltcup dabei, aber noch nie in Südkorea und schon gar nicht bei Olympia. Was meine Arbeit als Physiotherapeut betrifft, wird sich da nichts ändern. Lediglich das Flair wird anders sein.

Wie bereiten Sie sich auf Olympia vor?
Aktuell laufen die Vorbereitungen auf der Reiteralm. Wir werden erst am 14. Februar nach Südkorea fliegen und dann bis zum Ende bleiben. Es wird wichtig sein, dass wir das olympische Flair aufnehmen und eine positive Stimmung sowie den guten Team-Spirit in die Rennen bringen.

Auf was freuen Sie sich am meisten?
Auf den Riesentorlauf und den Slalom. Vielleicht bleibt auch Zeit, um mir andere Bewerbe anzuschauen. Im Grunde werden wir aber nicht sehr viel vom Land sehen. Schließlich steht die Vorbereitung auf die Rennen im Vordergrund. Da wir erst am 14. Februar anreisen werden, verpassen wir ja die Eröffnungsfeier. Dafür freue ich mich umso mehr auf die Schlusszeremonie, die sicher etwas Besonderes sein wird.

Was erwarten Sie sich von den heimischen Sportlern?
Unser gemeinsames Ziel ist eine Medaille – egal, welche Farbe sie hat.

Lässt sich für Sie die Olympiateilnahme eigentlich toppen?
Für mich nicht. Toppen vielleicht dahingehend, wenn wir wirklich eine Medaille holen.

Haben Sie als Physiotherapeut der Slalom-Mannschaft eigentlich auch an der sensationellen Genesung von Marcel Hirschers Knöchelbruch mitgewirkt?
Nein, zu dieser Zeit waren wir in Neuseeland unterwegs. Marcel ist erst Anfang November 2017 wieder zum Team gestoßen. Seither trainieren wir oft miteinander und arbeiten auch viel zusammen.

Hand aufs Herz. Sie sind jetzt drei Jahre beim ÖSV tätig und mit Olympia am Zenit Ihrer beruflichen Karriere. Wie soll's weitergehen?

Die Saison endet mit Ende April. Dann sehe ich weiter.

Sie sind ja Mitglied bei der Union Vichtenstein, Sektion Schi. Inwieweit sind Sie dem Verein verbunden?
Vichtenstein ist mein Heimatschiklub, ja. Ich bin zwar viel unterwegs, verfolge aber das Geschehen und drücke den Athleten die Daumen – allen voran David Beham.

Zur Sache

Die Olympischen Winterspiele finden von 9. bis 25. Februar im südkoreanischen PyeongChang statt. Johann Koller ist seit drei Jahren beim Österreichischen Skiverband (ÖSV) beschäftigt und als Physiotherapeut für das Slalomteam zuständig. Das sind: Michael Matt, Manuel Feller, Marco Schwarz, Christian Hirschbühl und Marc Digruber. Zusammengearbeitet wird auch mit Marcel Hirscher.
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