02.11.2016, 07:57 Uhr

Vom Abstiegskandidaten zum Meister

Die Meistermannschaft der ATSV Schärding Plattler (v.l.): Walter Schnirzer, Werner Reidinger, Alois Jell, Hans Peter Königsbauer, Franz Angsüßer.

ATSV Schärding Plattler krönen ihr 40-jährigen Jubiläum mit dem elften Landesliga-Titel.

SCHÄRDING. Hart erkämpft und sehr überraschend kam für die Schärdinger Plattler der heurige Titelgewinn. "Da wir im vergangenen Jahr um den Abstieg gekämpft haben, haben wir damit überhaupt nicht gerechnet", erzählt Obmann Franz Angsüßer. Der Erfolg sei dafür umso schöner. "Das gewissenhafte Training hat sich bezahlt gemacht. Und da die Liga in den letzten Jahren immer ausgeglichener geworden ist, zählt der Titel besonders schwer", ist er überzeugt. Zum elften Mal in der Vereinsgeschichte krönten sich die ATSV Plattler damit zum Landesmeister, zum ersten Mal seit der verheerenden Hochwasserkatastrophe von 2013. Das Vereinsheim der Plattler wurde damals vollständig zerstört. Der Wiederaufbau dauerte ganze zwei Jahre. "Es war eine schwere Zeit. Und ohne die Unterstützung der oberösterreichischen Plattlervereine gäb's uns vielleicht heute gar nicht mehr. Denn die haben alle etwas für uns gespendet", bedankt sich Angsüßer noch einmal für die finanzielle Hilfe der Plattler-Kollegen.

Ziel: Noch viele Titel und mehr Mitglieder

Nun steht noch die Meisterfeier ins Haus. Außerdem beschenken die Schärdinger Plattler sich zum Jubiläum selbst mit einer neuen Garnitur Trainingsanzüge. Bei einem gedanklichen Rückblick auf die letzten 40 Jahre gerät Angsüßer ins Schwärmen. "Da sind so einige Momente, an die man sich gerne erinnert. Der Sieg bei den Bundesmeisterschaften 2008. Oder die Ausrichtung des Länderkampfes Schweiz-Deutschland-Österreich in Schärding. Als rund 150 Plattler mit Fahnen bestückt vom Stadt- zum Sportplatz marschiert sind. Das war schon ein Erlebnis."
Und der Wunsch für die Zukunft? "Noch viele Titel und ein Mitgliederzuwachs", sind sich die derzeit acht aktiven Plattler einig. Neue Vereinskollegen zu finden, sei jedoch nicht so einfach, erklärt Angsüßer. "Bei uns ist das Einzugsgebiet ziemlich klein. In den angrenzenden Gemeinden gibt's fast überall Plattlervereine. Und unser Sport ist nicht unbedingt so beliebt. Vor allem Jüngere können damit wenig anfangen." Dabei sei das Platteln spannend und herausfordernd, wie die Aktiven erklären. "Möglich nah zur Taube zu werfen und das aus unterschiedlichen Abständen, da braucht's schon viel Übung und ein gutes G'fühl", sagt Hans Peter Königsbauer, langjähriges Vereinsmitglied und Plattler aus Leidenschaft. "Wer also Lust hat das Platteln einmal zu probieren, ist bei uns jederzeit herzlich willkommen", ergänzt Angsüßer. Nähere Infos unter 0676/3254624 (Franz Angsüßer, Obmann ATSV Schärding Plattler).
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