09.10.2017, 14:43 Uhr

Ab jetzt arbeiten Schärdings Frauen gratis

(Foto: ÖGB)

26 Prozent verdient eine Frau in Schärding weniger als ihre männlichen Kollegen – das zeigte sich am diesjährigen Equal Pay Day, dem 28. September 2017

SCHÄRDING. Immerhin 11. 339.- Euro hat eine Frau in Schärding am Ende des Jahres weniger im Börsel, als ihre männlichen Kollegen. Beim „Equal Pay Day“ am 28. September machen die ÖGB-Frauen darauf aufmerksam, dass Männer schon an diesem Tag so viel verdient haben, wie Frauen in einem ganzen Jahr. Der Bezirk Schärding liegt im Oberösterreich-Vergleich an zwölfter Stelle, wobei Oberösterreich im Bundesvergleich an der unrühmlichen vorletzten Stelle liegt.

„Wir wollen Gerechtigkeit. Und von selbst ändert sich bekanntlich nichts. Darum machen wir uns für die Arbeitnehmerinnen stark“, sagt ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Christine Winzer. Sie und ihr Team fordern verpflichtende Frauenförderung in großen Betrieben, einen Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung und einen Mindestlohn von 1.700 Euro brutto bei Vollzeitarbeit.

„Dass im heurigen Jahr schon für viele Branchen die schrittweise Erhöhung der Mindesteinkommen auf 1.500 Euro erreicht wurde, ist ein wichtiger Schritt. Davon werden vor allem Frauen profitieren“, freut sich Winzer.
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