02.05.2016, 00:00 Uhr

High-Tech-Wärmetauscher bald serienreif

Robert Laabmayr, Geschäftsführer von Link3, (re.) mit TIM-Berater Daniel Födinger. (Foto: Simlinger/TIM)

Link3 und TIM nutzen Naturgesetze für Technologiesprung bei Wärmetauschern

ST. MARIENKIRCHEN,LINZ. Eine Innovation von Link3 aus St. Marienkirchen hebt die Wärmetauschertechnik von thermischen Speichern auf ein bisher ungeahntes Leistungsniveau.

Bisher sind für Wärmetauscher im Gegenstromprinzip Komponenten wie Pumpen, Ventile, Strömungsschalter und ein hoher Regelungsaufwand erforderlich. Die von LINK3 entwickelte Technologie besticht im Gegensatz dazu durch ihre Einfachheit. Denn sie kann auf diese Komponenten verzichten. „Wir machen uns die physikalischen Eigenschaften von Wasser zunutze“, erklärt Robert Laabmayr, Geschäftsführer von LINK3. „Dabei wird durch selbständig aufsteigendes Warmwasser und sinkendes Kaltwasser eine hocheffiziente Wärmeübertragung bewerkstelligt und damit optimale Temperaturanordnung im Speicher erzeugt. Ein speziell entwickeltes Laminarstrom-Konzept sorgt weiters dafür, dass die erzeugten Temperaturschichtungen bestens erhalten bleiben.“ So können etwa die Warmwasserbereitung, Radiatoren und Fußbodenheizungen, die unterschiedlich warmes Heizwasser benötigen, unkompliziert getrennt voneinander gespeist werden. Das alles bei einer deutlich verschlankten Anlagentechnik. Die Störanfälligkeit – und damit die Wartungskosten – werden dadurch minimiert.

Die erstmals in einem Speicher integrierte Gegenstromtauschertechnik ermöglicht das Zusammenführen von hocheffizienter Wärmepumpentechnik mit beliebigen weiteren Energieerzeugern wie etwa Biomasse oder Sonnenenergie. Ferner lassen sich so auch ältere Häuser – unter Beibehaltung der bestehenden Heizungssysteme – mit effizienter Wärmepumpentechnologie ergänzen. Mit einer später folgenden Sanierung kann dann die alte Heizung still gelegt werden.

Möglich geworden ist dies durch eine Forschungskooperation mit dem Institut für Wärmetechnik (IWT) der Technischen Universität (TU) Graz. Vermittelt wurde diese Kooperation durch das von Land OÖ und WKOÖ finanzierte Technologie- und Innovations-Management (TIM).

Die Salzburg AG erprobt derzeit den Speicher für die Direktkondensation. Seit Ende Oktober 2015 ist die neue Anlage ohne einen einzigen Störfall in Betrieb. „Wir hoffen, diese vielversprechende Zukunftstechnologie nach Abschluss unseres Forschungsprojektes bald bei vielen Wärmelieferanten anbieten zu können,“ sagt Laabmayr.
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