15.03.2017, 00:00 Uhr

Jetzt ist er sein eigener Chef: Junger Gründer gibt Tipps

Der gebürtige Riedauer Patrick Klee (24) hat 2016 sein Heizungstechnik-Unternehmen in Andorf gegründet. (Foto: Klee)

Patrick Klee wagte mit erst 23 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit.

ANDORF, RIEDAU (ska). "Ich bin ein Mensch, der die Dinge gerne selbst in die Hand nimmt", sagt Patrick Klee im BezirksRundschau-Gespräch. Im Vorjahr hat der jetzt 24-Jährige sein Unternehmen "Klee Heizungstechnik" in Andorf gegründet. Der Schritt in die Selbstständigkeit war ein lang ersehnter Wunsch des gebürtigen Riedauers.

"Ich wollte meine eigenen Konzepte im Bereich der Installationstechnik verwirklichen", beschreibt der junge Gründer, der eine Lehre zum Installations- und Gebäudetechniker absolvierte und 2015 die Meisterprüfung ablegte. Mit seiner Firma bietet er nun alle Arbeiten rund um die Haustechnik an – sei es Badsanierung bis Heizungstausch im Alt- oder Neubau. Spezialisiert hat sich Klee auf den optimalen hydraulischen Einbau von Heizungsanlagen und auf energiesparendes Heizen.

Doch was ist eigentlich der erste Schritt, wenn man plant, ein Unternehmen zu gründen? "Meine erste Anlaufstelle war die Wirtschaftskammer, die ich über alle rechtlichen und formalen Punkte aufklärte", erinnert sich Klee. "Und auch Branchenkollegen mit langjähriger Erfahrung standen und stehen mir mit Rat und Tat zur Seite. Die Gründung verlief reibungslos und ohne große Bürokratie." Einzige Schwierigkeit: der Umstieg vom Berufsleben eines Angestellten zum Chef. "Zuvor musste ich keinerlei unternehmerisches Risiko tragen, jetzt einen eigenen Betrieb managen." Unterstützung erhält der junge Unternehmer von seiner Familie. "Meine Lebensgefährtin Stefanie übernimmt sämtliche Bürotätigkeiten. Der Schwiegervater, der selbst viele Jahre in dieser Branche tätig war, steht mir zur Seite."

Künftigen Unternehmensgründern rät Klee, sich gut vorzubereiten und realistisch alle Chance, Möglichkeiten und Risiken durchzugehen sowie sich Experten zu suchen. "Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass Freizeit Mangelware ist und man die nächsten Wochen, Monate und wahrscheinlich sogar Jahre sein ganzes Herzblut in das eigene Unternehmen stecken muss." Er selbst schätze zwar, die Freiheit, sich Zeit und Arbeit selbst einteilen zu können. Allerdings leidet aufgrund der vielen Aufgaben trotzdem das Privatleben. "Die Zeit mit meiner Familie ist knapp. Deshalb schätze ich umso mehr jede freie Minute."

Klees Ziel ist es nun, stetig und solide zu wachsen. "Ich muss nicht gleich ein riesiges Unternehmen mit zahlreichen Mitarbeitern führen", sagt er. Denn dem 24-Jährigen ist es wichtig, den Überblick zu behalten und auch später noch selbst auf der Baustelle mitzuarbeiten.
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