16.10.2014, 00:00 Uhr

Sozialberufe liegen zu sehr im Trend

(Foto: Robert Kneschke/fotolia)

Ob Alten-, Behinderten- oder Krankenpflege: Jobanwärter gibt's im Überfluss, aber keine Stellen.

BEZIRK (kpr). Ist ein Berufswechsel geplant, führe dieser meist in einen sozialen Beruf, weiß Roman Stockmayr. Der Leiter des Service für Unternehmen am AMS Schärding ist sich sicher: "Es herrscht ein Überangebot an Fachkräften in dieser Branche." Für die Absolventen der Schulen für Gesundheitsberufe gebe es zu wenig Arbeitsplatzangebote. "Bis vergangenes Jahr gab es in allen Bereichen – Alten-, Behinderten- und Krankenpflege – gute Berufsmöglichkeiten. Heuer zeichnen sich Schwierigkeiten ab", erklärt Stockmayr. Der Experte gibt die ernüchternde Auskunft: "Derzeit steht kein einziges Stellenangebot im Bezirk zur Verfügung." Jobanwärtern biete sich laut Stockmayr die Alternative, nach Ried oder Grieskirchen auszupendeln.

Einen Absolventen der Altenbetreuungsschule in Andorf verschlägt es sogar nach Wien: David Schredl hat am 2. Oktober die zweijährige Ausbildung zum Fachsozialbetreuer mit Schwerpunkt Altenarbeit (FSB"A") erfolgreich abgeschlossen. Seine berufliche Zukunft verfolgt der 24-jährige Andorfer nun in der Bundeshauptstadt. Zur Altenpflege hat es ihn aus einem besonderen Grund verschlagen: "Durch den Zivildienst in der Lebenshilfe Eggerding wurde ich darauf aufmerksam", erzählt er. Die Schwerpunkte in seiner Ausbildung: "Kommunikation mit älteren Menschen, Umgang mit Menschen mit demenzieller Erkrankung und sinnvolle Beschäftigung älterer Menschen in veränderter Wohnumgebung", zählt Schredl auf.

Ausbildungen
Altenbetreuungsschule des Landes OÖ in Andorf: Heimhilfe, Fach-Sozialbetreuung, Diplom-Sozialbetreuung.
Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Krankenhaus Schärding
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