30.09.2014, 10:15 Uhr

Spektakulärer Trafo-Tausch im Grenzkraftwerk Schärding-Neuhaus

(Foto: Verbund)
SCHÄRDING. Die Transformatoren aus den 60ern haben ausgedient: Im Grenzkraftwerk Schärding-Neuhaus wurde 2013 der erste und nun im September der zweite Hochspannungs-Trafo in der 220kV-Freiluftschaltanlage ausgetauscht. Die Anlieferung des zweiten, über 155 Tonnen schweren Transformators, erfolgte in einer Übernachtsfahrt vom 19. auf den 20. September vom Werk in Regensburg. Am Montag darauf wurde er eingebaut.
Zudem bekam das Kraftwerk eine neue 10kV-Mittelspannungsschaltanlage.

"Die neuen Tranformatoren besitzen einen besseren Wirkungsgrad, was zu niedrigeren Leerlauf- und Lastverlusten führt. Hier konnte man aufgrund moderner Materialien eine Reduktion der Gesamtverluste bei Volllast auf die Hälfte erzielen", informiert Projektleiter Johannes Thalhammer. "Die Leistung pro Trafo beträgt 110 MVA, Spannung 230 kV/10,5 kV."

Zur Sache
Das VERBUND-Kraftwerk Schärding-Neuhaus ist ein Laufkraftwerk am Inn und in St. Florian sowie in Neuhaus in Bayern gelegen. Das Grenzkraftwerk wurde als zweites Kraftwerk der Österreichisch-Bayerischen-Kraftwerke AG in den Jahren 1959 bis 1961 gebaut.
Insgesamt erzeugen die acht Wasserkraftwerke am Grenzfluss Inn im Schnitt jährlich etwa 3,9 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft, das entspricht dem Jahresbedarf von über eine Million Haushalten.
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